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Sand und Sterne - eine WüstenwanderreiseTunesien / WüstentourReise Nr. 5745 Kamele tragen Ihr Gepäck und Sie erklimmen unbeschwert so manche Düne. Die zweiwöchige Wüstenwanderreise im Grand Erg Oriental Tunesiens führt Sie in die Welt der Beduinen. Streifen Sie auf abwechslungsreichen Etappen zu Fuß durch deren Heimat und bekommen Sie einen Einblick in ihre Lebensweise. Folgen Sie dem Rhythmus der Karawane und lauschen Sie abends am Lagerfeuer den Liedern Ihrer Begleiter! Als kleine Herausforderung locken die Besteigungen des Tafelberges Tembaine und vieler Dünen, aber auch Baden am Lac Houdate. Nachts träumen Sie unter dem Himmel im 'Hotel der tausend Sterne'. Bei einem Besuch Tunesiens dürfen die kulturellen Sehenswürdigkeiten nicht fehlen: Besichtigen Sie Speicherburgen und besuchen Sie eine Berberfamilie in ihrer Höhlenwohnung, die in den Fels hineingebaut ist. Sowohl Gestaltung wie Klima dieser Wohnhöhlen könnte so manchen Architekten inspirieren. Lebensart Orient!
Tourenverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit Tunis Air von Frankfurt nach Djerba. Empfang und Transfer zum Hotel. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel 2. Tag Djerba - Römerdamm - Chenini - Ksar Hadada - Matmata Eine Mondlandschaft aus 'Krieg der Sterne' - das Hügelland von Matmata mit seinen Kratern, kegelförmigen Hügelchen und kleinen Schluchten sieht nicht nur wie die Filmkulisse aus, hier wurde der berühmte Film auch teilweise gedreht. Nach Überquerung des Römerdamms aufs Festland fahren wir zum Berberdorf Chenini. Schon von Weitem sieht man die alte, weiß gekalkte Moschee auf dem Berg leuchten. Wir besichtigen eine der schönsten Speicherburgen des Landes und fahren danach zum alten, leider etwas verfallenen Ksar Hadada (ebenfalls aus dem Film ”Krieg der Sterne' bekannt). Vorbei an Matmata (Besichtigung am Ende der Reise) fahren wir weiter zum Oasendorf Douz. Hier können wir bei einem kurzen Besuch noch schnell einen Chèche erstehen. Für die Wüste ist der Chèche - ein etwa 3-4 m langes Stück feinen Stoffes, das hervorragend vor Sonne, Wind und Sand schützt - die beste Kopfbedeckung. Fahrzeit: 6-7h; Fahrstrecke: 320km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA] 3. Tag Douz - Bir Abdallah - Errtem Bis Bir Abdallah fahren wir mit dem Geländewagen, dann geht es zu Fuß weiter. Wir treffen unsere Wüstenbegleiter für die nächsten Tage, die Beduinen. Sie haben bereits das große Zelt im Stil der Nomaden eingepackt. (Alternativ kann auch ein wetterfesteres Zelt mitgeführt werden; diese Entscheidung wird erst kurz vor Beginn der Tour getroffen.) Empfehlenswert ist aber auch das 'Hotel Milles Étoiles' ('Hotel 1000 Sterne') - wie der große, unendlich weite Sternenhimmel und ein ruhiges Schlafplätzchen in den Dünen auch genannt werden. Erfahrene Wüstenfreunde sind meist ungern bereit, diese besondere Unterkunftsart gegen eine andere einzutauschen. Am ersten Tag der Wüstenwanderung geht es gemütlich 1-2 Stunden durch sanfte Dünenlandschaft, bevor wir den Lagerplatz erreichen. Gehzeit: 1-2h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Gemeinschaftszelt [FMA] 4.-7. Tag Tine Zoane - Ettrefisa - Lac Houdate Nach dem ersten Frühstück in den Dünen beginnt unser Trekking nun wirklich - es geht hinein in eine unbeschreibliche Wüstenwelt. Die Weite und die Ruhe faszinieren uns jeden Tag aufs Neue. Unsere Uhren brauchen wir hier nicht. Die Beduinen geben mit ihren Kamelen das Tempo vor, wir können uns ganz auf die Wüstenlandschaft konzentrieren. In den kommenden Tagen führt unsere Route über kleinere, größere und hohe Sanddünenreihen, über Tine Zoane vorbei an flacherem sowie steinigerem Gelände und Tafelberg-Gegenden bis zum Lac Houdate, einem Thermalwasser-See mit Quelle. Hier stieß man vor ungefähr 30 - 40 Jahren bei der Suche nach Erdöl auf Thermalwasser. Seither tritt das Wasser an die Oberfläche und hat verschiedene, in Sanddünen eingebettete Teiche gebildet. Aus Sicherheitsgründen darf nur an der Quelle gebadet werden, da der Sanduntergrund nachgeben kann. So kann es vorkommen, dass die Teiche zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlich angeordnet sind. Vielleicht werden wir auf dieser Tour Nomaden begegnen, die mit ihren Ziegen-, Schaf- und Dromedarherden durch die Wüste ziehen. Sie kommen mit ihren Tieren zum Lac Houdate zur Tränke, aber auch, um für sich und ihre in der Wüste lebenden Familien Wasser zu fassen. Das Wasser ist warm, schwefel- und salzhaltig. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Gemeinschaftszelt [FMA] 8.-10. Tag Lac Houdate - Tembaine Völlig unabhängig von Ortschaften, Straßen oder Fahrzeugen bewegen wir uns als Karawane durch den Grand Erg Oriental und erfahren Näheres über das Leben der Beduinen in der Wüste. Im Lauf des Tages bezaubern die unterschiedlichen Lichtstimmungen, das Ungewöhnliche liegt oft im Detail. Dann wieder begeistern massive Sanddünen und wuchtige Tafelberge. Entspannen ist angesagt. Sich dem Rhythmus des Nomadenlebens in aller Ruhe hingeben zu können und ein intensives Naturerlebnis sind die Besonderheiten dieser Tour. Dromedare übernehmen den Transport der Lasten und stehen uns zur Verfügung, wenn wir einmal nicht mehr weiterkönnen oder möchten. Unsere Begleiter, die Beduinen, ermöglichen uns einen Einblick in ihre Lebensweise. Wer hat schon einmal erlebt, wie man ohne Hilfsmittel mitten in der Wüste ein Brot im Sand bäckt? Nachdem wir uns in der Wüste nun schon fast zu Hause fühlen, steht uns - als kleine Herausforderung - die Besteigung des Tafelberges Tembaine bevor. Wer möchte, kann auf den ca. 100 m hohen Tafelberg gehen und nach dem vielleicht leicht schweißtreibenden Aufstieg den Ausblick genießen. Oben ist es steinig und flach, etwas Gras und ein paar Büsche wachsen hier, so dass ab und an Ziegen auf Futtersuche zu sehen sind. Trittsicherheit ist erforderlich. Wer nicht auf den Tafelberg möchte, kann unten bleiben und Erholung in den Dünen genießen. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Gemeinschaftszelt [FMA] 11.-12. Tag Tembaine - Dünen Von Tembaine brechen wir nochmals in das Sandmeer auf. An den letzten zwei Tagen gehen wir durch die Dünenlandschaft - mittlerweile gehören wir schon zu den Wüstenfüchsen. Wir verbringen die letzte Nacht unter dem Sternenhimmel. Dann trennen wir uns schweren Herzens von unserer Begleitmannschaft. Nach einem schönen Abschiedsabend stellen wir uns wieder auf die sogenannte Zivilisation ein. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Gemeinschaftszelt [FMA] 13. Tag Bir Abdallah In 2-3 Stunden erreichen wir Bir Abdallah. Jetzt dürfen auch unsere Beine entspannen. Die Geländewagen bringen uns nach Douz und zurück zu unserem Hotel. Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FMA] 14. Tag Djerba Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir nach Matmata. Die Bewohner im alten Matmata bauten ihre Wohnungen unter der Erde und schützten sich dadurch vor großer Hitze und Kälte. In Neu-Matmata, wo die meisten Menschen heute wohnen, wird diese Tradition jedoch nicht fortgesetzt. Die Wohnhöhlen der Troglodyten soll es laut Berichten schon vor etwa 3000 Jahren gegeben haben. Wir kehren nach Djerba zurück. Unterwegs nehmen wir ein leckeres Mittagessen bei Berbern oder in einem Berberrestaurant zu uns. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FMA] 15. Tag Djerba Die Zeit bis zum Abflug (in der Regel nachmittags) steht uns auf Djerba zur freien Verfügung und kann am Swimmingpool unseres Hotels oder am nahe gelegenen Strand verbracht werden. Transfer zum Flughafen für den Flug nach Frankfurt oder auf Wunsch Verlängerung auf Djerba. Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; [F] Charakter der Tour und Anforderungen Die max. 5-stündigen Wanderungen in den Dünen des Erg Oriental sind einfach und können von jedem Teilnehmer/jeder Teilnehmerin mit gesundem Kreislauf und guter Grundkondition unternommen werden. Sie wandern etwa 2 - 3 Stunden am Morgen und nach dem Mittagessen weitere ca. 2 Stunden, je nach Etappe und Witterungsverhältnissen. Die Etappen sind für Wanderer ausgelegt, fallen also kürzer aus als auf einem reinen Kamel-Trekking, bei dem mehr Reiten eingeplant wird. Für eventuelle Notfälle oder wenn jemand erschöpft ist, kann auch eines der Lastkamele als Reitkamel genutzt werden (dafür sind 1-2 Kamele eingeplant). Solllten Sie ein 'eigenes' Dromedar wünschen, können Sie dieses alleine oder zu zweit gegen Aufpreis (€ 175,-) dazubuchen. Bitte teilen Sie uns dies bei der Anmeldung mit. Für das Reiten auf dem Dromedar brauchen Sie keine Vorkenntnisse. Wichtig ist, dass sich die TeilnehmerInnen nie so weit voneinander entfernen, dass kein Sichtkontakt mehr besteht. Zu beachten sind die starke Sonneneinstrahlung und das spezielle Klima der Sahara (s.u.). Während der Überlandfahrten sind Sie in Toyota/Nissan-Geländewagen unterwegs (6 - 7 TeilnehmerInnen pro Jeep, alle sitzen in Fahrtrichtung; Gepäck wird auf dem Dachgepäckträger transportiert.) Die Etappen sind streckenweise beschwerlich (holprige Straßen, Sandpisten und teilweise off-road durch die Wüste). Zum Frühstück gibt es Kaffee, Tee, Marmelade, Käse und Brot. Für das Mittagessen wird eine längere Pause eingelegt; es gibt leichte Kost (Salate) oder aber auch Suppe oder warme Gerichte (je nach Witterung). Am Abend bereitet unsere Mannschaft eine warme Mahlzeit zu. Zum Abendessen am Lagerfeuer gibt es meist Suppe, Couscous, ab und zu mit Fleisch oder Reis-/Nudelgerichte mit Gemüse. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass das Essen nicht sehr abwechslungsreich sein kann, da für die Tage in der Sahara sämtliche Lebensmittel mitgenommen werden müssen. Da Sie ohne Begleitfahrzeug im Karawanenstil unterwegs sind, wird das ganze notwendige Gepäck auf die Reit- und Transportkamele geladen. Die Mannschaft hat in Flaschen abgefülltes Wasser dabei. Es kann sein, dass in Ausnahmefällen zusätzlich Brunnenwasser mit Micropur versetzt werden muss (Reserve). Für die Übernachtungen im Hotel haben wir örtliche Mittelklassehotels für Sie gebucht. Die anderen Nächte verbringen Sie, je nach Belieben, entweder im mitgeführten, gemeinschaftlichen Nomadenzelt (witterungsbedingt kann es sich auch um ein normales Gemeinschaftszelt handeln) oder unter freiem Himmel. Sollten Sie auf ein eigenes Zelt Wert legen, können Sie gerne eines mitbringen. Die Buchung eines Einzelzimmers (in den Hotels) ist gegen Aufpreis möglich. Die Bereitschaft, einfache Verhältnisse in Kauf zu nehmen, muss allen Mitreisenden selbstverständlich sein. Teamgeist ist unerlässlich. So suchen Gruppenmitglieder Holz für das abendliche Lagerfeuer, be- und entladen die Kamele gemeinsam, bauen die Zelte auf bzw. ab und helfen bei der Vorbereitung des Essens, beim Abspülen sowie bei allen übrigen anfallenden Arbeiten mit. Verständnis und Toleranz tragen wesentlich zum Gelingen der Reise bei. Da die Tour in ein islamisches Land führt, setzen wir bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen Respekt vor den Sitten der tunesischen Bevölkerung voraus. Dazu gehört auch das Tragen angemessener Kleidung.. Das Mitführen von Gas ist wegen der Explosionsgefahr nicht erlaubt; deshalb muss mit Holz gekocht werden. Intensive Wüstenwanderreise, Karawanenleben, Zeit für die Wüste! Gute Kondition erforderlich. Klima Mit Ausnahme des Küstenstreifens ist das südliche Tunesien von aridem Klima gekennzeichnet, das sich mit zunehmender Entfernung vom Meer zum reinen Wüstenklima steigert. Im Grand Erg Oriental ist tagsüber mit trockener Hitze, also sehr geringer Luftfeuchtigkeit, und den für das Wüstenklima typischen großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht zu rechnen (Temperaturschwankungen zwischen 10 bis 25 Grad sind durchaus möglich). Im Dezember und Januar sind nachts Temperaturen um oder knapp unter dem Gefrierpunkt keine Seltenheit. Tagsüber kann es bei klarem Wetter trotzdem frühlingshaft sein. Ansonsten sind die Temperaturen sommerlich warm bis heiß, nachts kühlt es auf ca. +10° bis +15°C ab. Niederschläge treten sehr selten auf, wenn überhaupt vorwiegend im Dezember und Januar. Folgende Tagestemperaturen in Douz dienen als Anhaltspunkt (langjährige Mittelwerte). Bei starkem Wind können die Temperaturen als niedriger empfunden werden als sie tatsächlich sind. Januar: 10° - 12°C, März: 25° - 35°C, Oktober: 25° - 35°C, Dezember: 10° - 20°C. Bitte beachten Sie, dass die allgemeine Klimaveränderung auch in Tunesien zu nicht vorhersehbaren Wetterlagen führen kann. Ausrüstung Packen Sie für tagsüber helle, leichte Baumwollkleidung, für die Nächte in der Wüste jedoch warme Kleidung ein (z.B. Fleece-Pulli und Fleece-Hose). Wie erwähnt, sind nachts in den Wintermonaten Temperaturen unter 0°C keine Seltenheit. Empfohlen wird ein großes, langes Baumwolltuch (Chèche - kann vor Ort gekauft werden); um den Kopf geschlungen, schützt es vor Sand, Sonne und Wind. Für die Übernachtungen in der Wüste werden mit Stoff bezogene Schaumstoffmatten gestellt. Wer möchte, kann eine zusätzliche Therm-a-Rest-Matte mitnehmen. Sie benötigen einen Schlafsack (+10°C bis -5°C im Komfortbereich) - je nach Reisemonat. Bitte beachten Sie unsere Ausrüstungs-Checkliste, die Sie nach der Anmeldung erhalten. Wer möchte, kann auch eine geschlossene Skibrille mitnehmen für den Fall, dass es mal einen Sandsturm geben sollte. Inklusivleistungen:
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