Zu Fuß in der Canyon-, Wüsten- und Bergwelt NamibiasReise Nr. 5106 4-tägiges Canyon-Trekking im Fish River Canyon ( 4 x 5 - 8 Std.) Reiseverlauf:1. Tag AnreiseLinienflug mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek. 2. Tag Rote Dünen und endlose Weite: Kalahari-WüsteWir landen am Morgen am Internationalen Flughafen Hosea Kutoka, wo wir schon von unserer Hauser-Reiseleitung erwartet werden. Über die Ortschaften Windhoek und Rehoboth fahren wir zur Kalahari Anib Lodge am Rand der Kalahari gelegen. Bei dieser schön in der Wüste gelegenen Lodge sind Ihre Zimmer um einen schattigen Garten mit blauen Pool angelegt. 3. Tag Natuwunder Fish River CanyonNach dem Frühstück fahren wir über Mariental und Keetmanshoop zum Fish River Canyon. Unbestritten zählt die Schlucht zu den Naturwundern Afrikas. Mit 161 km Länge, 27 km Breite und einer Tiefe zwischen 450 und 550 m ist der Fish River Canyon nach dem Grand Canyon in den USA die zweitgrößte Schlucht der Welt. Am Nachmittag beziehen wir die Zimmer unserer Lodge im Gondwana Canyon Park, einem privaten Naturschutzpark in der Nähe des Fish River Canyons. Wir verstauen den Proviant und die Ausrüstung für vier Tage Canyon-Trekking in unsere Rucksäcke. Bei einem Sundowner in stimmungsvoller Atmosphäre lassen wir den heutigen Tag gemütlich ausklingen. 4. Tag Wanderung durch den Fish River CanyonNach dem Frühstück fahren wir ca. 20 km zum Einstiegspunkt des Canyon oberhalb der Schwefelquellen. Unser Hauptgepäck bleibt in der Lodge unter Verschluss. Am Parkeingang erledigen wir zunächst die Permit-Angelegenheiten bei der Naturschutzbehörde für unser Trekking durch den Canyon - bitte halten Sie Ihren medizinischen Fragebogen bereit. Die Gesamtlänge des Canyons vom Hauptaussichtspunkt bis Ai-Ais beträgt 90 km. Wir gehen in den nächsten vier Tagen davon ca. 70 km. Für die 500 m Abstieg in den Canyon benötigen wir ca. zwei Stunden. Der Weg ist zum Teil steil und führt auch über loses Geröll. Allein die Aussicht beim Abstieg in die Canyonlandschaft ist famos. Täglich sind wir ca. 8 Stunden unterwegs; das Wasser im Canyon ist trinkbar und zusätzlich können wir es mit Micropur o.ä. desinfizieren. Eine erste Rast legen wir bei den „Palm Springs" Schwefelquellen ein. Wer möchte, kann in einem der Warmwasserbecken baden. Der Weg führt immer am Fluss entlang, den wir auch mehrmals, abhängig vom Wasserstand, überqueren müssen. Es empfiehlt sich, für die Flussüberquerungen Trekking-Sandalen mitzunehmen. Wir übernachten unter freiem Himmel in der Nähe vom „Mountain Chat Ridge" auf sandigem Untergrund am Flussufer. 5. Tag Wanderung durch den Fish River CanyonFrüh brechen wir unser Lager ab. Der Pfad führt uns über zum Teil sandige oder ausgedehnte, mit Flusssteinen bedeckte Flächen, vorbei an hohen Tafelbergen und spitzen Zinnen. In der Nähe der „Festbeißkurve" machen wir Mittagsrast. Entlang dem „Klippschlieferkamm" und den „Pavianbergen" erreichen wir unseren zweiten Übernachtungsplatz. Vor uns liegen die „Drei Schwestern" - es handelt sich um Felstürme, rot beschienen vom Licht der untergehenden Sonne. 6. Tag Wanderung durch den Fish River CanyonUm die Kühle des Morgens auszunutzen, brechen wir auch heute wieder früh auf. Wir wandern über eine Anhöhe vorbei am „Vierfingerfels" und an „von Trothas Grab". Leutnant Thilo von Trotha, ein Neffe des bekannten Generalleutnants Lothar von Trotha, fiel hier 1905 bei einem Gefecht zwischen deutschen Soldaten und einheimischen Namas. Die Fischfluss-Schlucht galt auch früher schon als Oase des Lebens. Studien belegen erste Niederlassungen im frühen (vor über 50.000 Jahren) und mittleren Steinzeitalter. Zur Mittagszeit erreichen wir den „Kochasübergang". Nach weiteren zwei bis drei Stunden sind wir bei unserem heutigen Übernachtungsplatz in der Nähe der „Fischadlerpools". Wenn genügend Wasser im Fluss vorhanden ist, können wir hier baden. 7. Tag Wanderung im Fish River Canyon - Gondwana Canyon ParkGegen Mittag kommen wir zur Thermalquelle Ai-Ais, dem Endpunkt unserer Canyon-Wanderung. Es besteht fakultativ die Möglichkeit in dem ca. 35 Grad heißen Wasser ein ausgiebiges Bad nehmen; für unsere Muskeln eine Wohltat. Der Name Ai-Ais ist aus der Nama-Sprache hergeleitet und bedeutet soviel wie „siedend heiß". Wir fahren zurück zum Gondwana Canyon Park. Wenn die Sonne sinkt, ist es Zeit für einen Sundowner. Ein schöner Ausklang für die Tage am und im Fish River Canyon. 8. Tag Zum Biosphärenreservat NamtibNach den intensiven Canyon-Tagen fahren wir heute Richtung Namib-Wüste. Wir besuchen das Namtib Biosphärenreservat, hier betreibt Familie Theile seit Jahrzehnten die kleine Farm und haben sich neben der Gästefarm dem Schutz der Artenvielfalt verschrieben. Eine 4-stündige Wanderung gibt uns einen ersten Eindruck in die Besonderheit dessen, was hier geschaffen wurde. 9. Tag Besteigung des "1717"Am frühen Morgen besteigen wir den "1717", der aufgrund seiner Höhe so benannt ist. Von hier haben wir wunderbare Ausblicke über das gesamte Farmgelände bis tief hinein in die Namibwüste und zu den ersten Sanddünen. 10. Tag Erkundung des Sesriem CanyonsWir fahren tiefer in die Namib hinein. Auf dem Weg zum Sossusvlei unternehmen wir eine kleine Wanderung im Sesriem Canyon bevor einen entspannten Nachmittag in der Lodge verbringen. 11. Tag Wüstenwanderung im SossusvleiNach einem zeitigen Frühstück brechen wir auf zum ca. 60 km entfernt gelegenen Sossusvlei. Immer tiefer dringen wir in die Sandlandschaft vor. Die bis zu 388 m hohen Sandberge gelten als die höchsten Dünen der Welt. In regenreichen Jahren fließt der Tsauchab bis ins Vlei, dann staut sich das Wasser und lockt zahlreiche Tierarten wie Oryxantilopen und Strauße an. Wir wandern über Dünen und ausgetrocknete Lehmflächen. Eine der höchsten Dünen, auch unter dem Namen Crazy Dune bekannt, liegt nun vor uns. Sie liegt ca. 245 m über der Basis des Dead Vlei. Schritt für Schritt stiefeln wir hinauf. Im tiefen Sand rückt der Dünengipfel nur sehr langsam näher. Von oben haben wir eine eindrucksvolle Rundumsicht auf das unendlich erscheinende Dünenmeer der Namib. Zum Abschluss besuchen wir noch das Naravlei. 12. Tag Elim Dünensteigung und Apfelkuchen in SolitaireAm frühen Morgen wandern wir durch den Dünengürtel entlang der Elim Düne. Nach Rückkehr in die Lodge fahren wir weiter in die Naukluft Berge. Die Bergspitzen des Naukluft Gebirges sind schon von Weitem sichtbar und ragen bis zu 2000 m aus der Ebene auf um dann steil zu der umliegenden Namib abzufallen. Sie bestehen hauptsächlich aus Dolomit- und Kalksteinformationen, Jahrmillionen andauernde Verkarstungsvorgänge haben vor allem in feuchteren Zeiten ein gewaltiges unterirdisches Wasserreservoir geschaffen. So treten an verschiedenen Stellen kristallklare Quellen aus und speisen kleine Wasserfälle und Teiche. Der Naukluft Trail wurde 1989 von der Naturschutzbehörde angelegt und gibt uns eine gute Gelegenheit, die für hier typische Flora und Fauna kennenzulernen und die vielfältigen Ausblicke zu geniessen. Die anstengenden Auf- und Abstiege werden belohnt mit Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Die Naturschutzbehörde verlangt vor Beginn unserer Wanderung ein ärztliches Attest. Es müssen pro Person mind. 3 Liter Wasser pro Tag mitgenommen werden. Nur in guten Regenjahren besteht vielleicht unterwegs die Möglichkeit Wasser nachzufüllen. Wir übernachten in der Nähe vom Parkeingang auf dem örtlichen Campingplatz unter dem freien Himmel mit unseren Isomatten. 13. Tag Trekking in den NaukluftbergenInsgesamt laufen wir in den nächsten 4 Tagen etwa 64 km, eine gute Kondition ist Grundvorrausetzung schon allein wegen den zum Teil hohen Tagestemperaturen. Die meisten unserer Übernachtungsplätze sind einfache Schutzhütten aus Felssteinen mit einer Überdachung. Der Trail startet direkt am Camping Platz und bis auf zwei etwas steilere Anstiege haben wir am heutigen Tag recht einfaches Gelände zu bewältigen. Die meiste Zeit folgen wir einem Zebra Pfad mit ein paar Steigungen und werden belohnt auf der einen Seite mit eindrucksvollen Ausblicken auf die weite Ebene 300 m unter uns und die Tsarisberge im Hintergrund, auf der anderen Seite ragen die Felswände neben uns steil auf. Unser erster Übernachtungsstopp „Putte Shelter" (ca. 1700 m) hat seinen Namen von einem nahen Brunnen, ausgerüstet mit einer Handpumpe, die uns ermöglicht, die Wasservorräte aufzufüllen. Ungefähr 6-8 Stunden brauchen wir für die ca. 14 km. Wer möchte kann vom Camp aus nochmals ca. eine Stunde laufen um einen der zauberhaften Sonnenuntergänge in eindrucksvoller Umgebung zu genießen. 14. Tag Trekking in den NaukluftbergenAn unserem zweiten Tag folgen wir zwischen den wellenförmigen Hügelketten zunächst einer alten Farmpad. Nach ungefähr 4 Stunden erreichen wir „Bergpos", ein altes, nicht mehr benutztes, Windrad. Von hier aus steigen wir 300m die spektakuläre „Ubusis Kloof" (Kloof = Schlucht) ab. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind dringend erforderlich. Der Abstieg ist zum Teil recht schwierig, ca. 80m müssen wir an mehreren Ketten seitlich einen Wasserfall überwinden. Unsere Mühe wird belohnt mit phantastischen Einblicken in eine der spektakulärsten Schluchten Namibias. Der „Ubusis Hut" liegt auf ca. 1400 m. Ungefähr 7-9 Stunden brauchen wir für die ca. 15 km lange Strecke. 15. Tag Trekking in den NaukluftbergenDen ganzen beschwerlichen Weg bis zum „Bergpos" müssen wir heute wieder aufsteigen, danach führt unsere Route relativ einfach über das Plateau zum „Adlerhorst Shelter" (ca. 1600 m üNN). Vielleicht kommen wir in die glückliche Lage und sehen ein paar Hartmann Bergzebras oder auch Kudus, die oft in dieser Gegend gesichtet werden. Unser heutiger Trail ist ungefähr 12 km lang und wir sind in etwa 6-7 Stunden unterwegs. Wiederum besteht die zusätzliche Möglichkeit vom Camp aus ca. 1 Stunde leicht aufzusteigen um einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über der Namibwüste zu erhaschen. Bevor es Dunkel wird kehren wir ins Camp zurück. 16. Tag Trekking in den NaukluftbergenHeute haben wir mit ca. 23km unsere längste Wanderetappe zu bewältigen. Entlang einem Hochplateau schweift unser Blick immer wieder über die sanft geschwungenen Bergkuppen und Täler der Naukluft. Unser Abstieg, ein Teilstück des Waterkloof Trails, erfolgt an einem Hang entlang und vorbei an riedbewachsenen Pools und trockenen Wasserfällen. Nach den Nächten unter freiem Himmel freuen wir uns heute auf ein Bett. Die Gästefarm Ababis, eine der ältesten Farmen Namibias, wurde 1898 als Außenstation des damaligen „Kaiserlichen Landgestüts Nauchas" aufgebaut. Schon die früheren Bewohner wussten die reichlichen Wasservorkommen zu schätzen. Felszeichnungen, Steinartefakte, Werkzeuge und Unterschlüpfe zeugen davon, dass Steinzeitmenschen diese Region bewohnten. Die 33.000ha große Farm ist ein privates Naturschutzgebiet und bietet zahlreichen Wildtierarten eine gesicherte Lebensgrundlage. Wir haben Zeit zum Entspannen, geniessen eine warme Dusche und können die vergangenen Tage in aller Ruhe ausklingen lassen. 17. Tag Fahrt nach WindhoekDie Hauptstadt Namibias liegt im Zentrum des Landes und ist von Gebirgen umgeben. Aufgrund der Höhenlage herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Die Farm Elisenheim liegt versteckt in den Eros-Bergen nur 15km von der Hauptstadt entfernt. Wir geniessen unseren letzten Tag in Afrika. Wer möchte kann nochmals eine kleine Wanderung unternehmen, vielleicht sichten wir afrikanisches Wild an einer der nahegelegenen Wasserstellen oder einfach nur am Pool entspannen. Zum Abendessen genießen wir die hervorragende Farmküche mit Wildgerichten der Region. 18. Tag Windhoek - HeimreiseBis zum Abflug steht der Tag in Windhoek zur freien Verfügung. Seinen Namen erhielt Windhoek von dem Nama Kapitän Jonker Afrikaner, der sich gegen Ende 1840 mit seinem Volk hier niederließ. Er nannte den Platz Windhoek, nach seiner Heimat in der Kapkolonie, den Winterhoekbergen. Wir können die Stadt besichtigen oder Einkäufe erledigen. Abends (abhängig vom Flugplan) werden wir von einem Vertreter der örtlichen Agentur zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Deutschland. 19. Tag Ankunft FrankfurtWeiterreise zum Heimatort. Charakter der Tour und Anforderungen:Bitte beachten Sie, dass diese Tour Schwierigkeitsgrad III ist (Anforderungen siehe Hauser-Katalog). Die Wanderungen sind zwar technisch nicht schwierig, aber anspruchsvoll: Fitness und gute Kondition sind unabdingbar. Sie sind bei den Etappen im Fish River Canyon, im NamibRand Nature Reserve, im Sossusvlei und in den Naukluft Bergen zwischen 7 bis 8 Stunden täglich auf den Beinen. Beim Trekking im Fish River Canyon, im NamibRand Nature Reserve sowie in den Naukluft Bergen wird das Gepäck für mehrere Tage selbst getragen. Die Ausrüstung, Lebensmittel und Wasser wird auf alle Gruppenmitglieder verteilt (es ist mit ca. 12-15 kg Gepäck insgesamt zu rechnen). Wichtige Hinweise:Sie erhalten mit den Buchungsunterlagen einen medizinischen Fragebogen. Im Reisepreis enthalten
Im Reisepreis nicht enthalten
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