Mgoun-Trekking, Meer & MehrReise Nr. 5262 8 Tage Trekking über den Hohen Atlas mit Gipfel des Mgoun (4.068 m) Reiseverlauf:1. Tag AnreiseNachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca. Wir werden von unserem marokkanischen Bergführer erwartet und fahren mit dem Bus über die sehr gut ausgebaute Autobahn in ca. drei Stunden nach Marrakech. Dort übernachten wir im Hotel. Hotel in Marrakech 2. Tag Besichtigung von Marrakech und Fahrt in den Hohen AtlasHeute besichtigen wir die Medina von Marrakech, die zu Recht seit vielen Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im 12. Jh. entstand eines ihrer wichtigsten Bauwerke, die Koutoubia-Moschee mit dem 77 m hohen Minarett, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou, eines der monumentalen Stadttore, und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Sultansgräber der Saadier-Dynastie. Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerksläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein verschwenderisch mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken spiegelt sich eindrucksvoll und farbenfroh die ganze Pracht orientalischer Zierde. Unser Mittagessen nehmen wir in einem Restaurant in der Medina ein. Nachmittags fahren wir mit dem Bus in den Hohen Atlas. Unser Ziel ist das fruchtbare und grüne Bouguemez-Tal (ca. 1.850 m). Wir übernachten in einer sogenannten Gite, einem für Wanderer eingerichteten Berberhaus im Dörfchen Ifkh nIghir (Mehrbettzimmer mit Betten für max. 4 Personen, Gemeinschafts-Sanitäranlagen). Fahrstrecke: 250km; Berber-Herberge [FMA] 3. Tag Trekking zu den Sommerweiden in den BergenAm Morgen treffen wir unsere Begleitmannschaft mit den Mulis und starten zu unserem achttägigen Zelttrekking. Die heutige gemütliche Tagesetappe ermöglicht uns eine gute Höhenakklimatisation. Von Ait Bouguemez aus, dem "glücklichen Tal", das sehr fruchtbar und weit ist, kommen wir durch die ersten Berberdörfer Ait Said und Arous mit ihren jahrhundertealten Walnussbäumen. Anschließend geht es hinauf zu den Almen von Azib n'Ikiss. Während der Sommermonate werden diese von den Familien aus dem Tal bewirtschaftet. Wir übernachten auf einer Höhe von 2.300 m im Zelt. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 450m; Zelt [FMA] 4. Tag Über den Tarkeddit-Pass zum gleichnamigen PlateauAuf einem Maultierpfad geht es in ca. 3 Stunden gleichmäßig ansteigend zum Col Tarkeddit auf 3.500 m hinauf. Vom Pass aus haben wir eine herrliche Sicht auf die Gipfelkette des Mgoun. Es folgt der Abstieg zum Plateau Tarkeddit auf 2.900 m Höhe. Auf diese Hochebene ziehen die Nomaden aus dem Djebel Saghro und dem Dadès-Tals mit ihren Tieren. Die restliche Zeit dient der Akklimatisation und wir können ausruhen vor der morgigen Gipfeletappe. Gehzeit: 6h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA] 5. Tag Überschreitung des Mgoun-GipfelsWir besteigen den 4.068 m hohen Ighil Mgoun, Marokkos zweithöchsten Gipfel. Der Aufstieg bietet keine technischen Schwierigkeiten, verlangt aber Ausdauer und Anpassung an die Höhe. Im Gipfelbereich sind an einigen Stellen Fossilien zu finden. Nach ca. 5 Stunden haben wir den höchsten Punkt unserer Tour erreicht und genießen die herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Da im Gipfelbereich fast immer Wind herrscht, legen wir, je nach Wetterlage, eine Gipfelrast ein oder steigen ein Stück ab, um an geschützter Stelle unser Picknick zu verzehren. Dann folgt der lange Abstieg. Zunächst geht es über Geröll und Steine, später folgen wir einem Fußweg, der uns bis zu unserem Lager auf 2.600 m am Fuß des Mgoun führt. Bei sehr starkem Wind in der Höhe kann der Gipfel aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden. Hinweis: Der Aufstieg zum Gipfel ist fakultativ; alternativ besteht die Möglichkeit, mit der Begleitmannschaft und den Mulis in ca. 5 Stunden über einen Pass (ca. 3.700 m) bis zum Lager zu wandern. Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1170m; Abstieg: 1470m; Zelt [FMA] 6. Tag Abstieg ins Oulilimt-TalWir wandern auf einem Maultierpfad, der zunächst ein wenig ansteigt und gehen dann hinab ins Oulilimt-Tal. Hier können wir die wunderschönen erodierten Felsformationen bestaunen. Das Tal weitet sich und es gibt wieder Wasser in Hülle und Fülle. Vielleicht kommen wir an Nomadenfamilien vorbei - heute leben nur noch sehr wenige dieser Familien in Grotten und Felsvorsprüngen. Wir zelten in der Nähe einer Quelle (ca. 2.300 m). Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 400m; Zelt [FMA] 7. Tag Durch das Tal von OuzighimitWir folgen dem schönen Tal von Ouzighimit. Es gibt wieder viel Wasser. Unterwegs kommen wir durch schöne Berberdörfer mit Häusern aus Stampflehm. Weitab vom Fluss, der bei Gewittern und nach der Schneeschmelze stark ansteigen kann, befinden sich Terrassenkulturen. Beim Dorf Imin Irkt (ca. 2.100 m) schlagen wir unser Lager auf. Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 400m; Zelt [FMA] 8. Tag Durch die Achaabou-Schlucht nach TiranimineDer heutige Tag wird uns großartige Landschaftseindrücke bescheren. Für die Etappe durch die Achaabou-Schlucht sind statt der Wanderschuhe Turnschuhe oder Trekkingsandalen oder sonstige wassertaugliche Schuhe geeignet. Wir queren den Fluss mehrmals und bestaunen dabei die fantastischen Felsformationen dieser Schlucht mit über 100 m hohen Wänden. Stellenweise ist die Schlucht eng, aber immer spektakulär - gerne wird sie auch "Oleander-Schlucht" genannt! Das Wasser kann an den engen Stellen bis zum Knie oder darüber reichen. Die Mulis folgen uns ebenfalls durch die Schlucht. Nach dem Passieren der Schlucht geht es weiter den Fluss entlang bis zum Dorf Tiranimine (2.000 m). Gehzeit: 6h; Abstieg: 100m; Zelt [FMA] 9. Tag Am Fluss entlang bis AlemdouneWir gehen weiter am Fluss entlang. Die Bachquerungen sind weniger zahlreich als am Vortag. An den großen Dörfern erkennt man, dass das Tal sehr weit wird und dichter besiedelt ist. Wir verlassen das Tal und gelangen in eine aride Landschaft mit Wacholderbäumen. Nun wandern wir bis zu einem Pass hinauf und weiter zum Zeltlager am Ausgang des Dorfes Alemdoune (ca. 1.750 m). Gehzeit: 6h; Abstieg: 250m; Zelt [FMA] 10. Tag Durch das Tal der Rosen nach BoutagharUnsere letzte Trekkingetappe führt uns durch die Schluchten des Qati-Flusses ins schönste Tal im Süden des Hohen Zentralatlas, ins Tal der Rosen und der Kasbahs. Wir durchqueren kleine Schluchten mit Oleanderbüschen und können die berühmten Kasbahs aus Stampflehm bestaunen, die vom Reichtum der Berber zeugen. Beim Dorf Boutaghar (ca. 1.500 m) endet unser Trekking. Hier übernachten wir in einer Gite dEtape (einem Berberhaus mit Matratzenlager). Gehzeit: 6,5h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 500m; Berber-Herberge [FMA] 11. Tag Straße der Kasbahs, Ait Benhaddou und höchster Pass im Hohen AtlasFrühmorgens werden wir mit unserem Minibus abgeholt, damit wir den Tag für Besichtigungen nutzen können. Wir fahren entlang der berühmten Straße der Kasbahs und erreichen nach gut drei Stunden Ait Benhaddou. Das am Hang gebaute, befestigte Berberdorf steht bereits seit 1987 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Wir durchstreifen das Labyrinth aus Häusern, Türmen und Gemeinschaftsspeichern. Der teils wieder aufgebaute Ort gilt als hervorragendes Beispiel südmarokkanischer Architektur. Sowohl der Ort als auch die ihn umgebende, grandiose Wüstenlandschaft dienten schon oft als Kulisse für Verfilmungen. Nach unserem Mittagessen in Ait Benhaddou fahren wir über den höchsten befahrbaren Pass des Landes, den 2.260m hohen Tizi nTichka nach Marrakech. Die Route führt in zahlreichen Windungen die Berge hinauf und bietet noch einmal ganz andere landschaftliche Eindrücke vom Hohen Atlas. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Marrakech. (Depot-Möglichkeit für gepäck, das Sie nicht mit nach Essaouira nehmen möchten!) Hotel in Marrakech [FMA] 12. Tag Essaouira - das Fischerstädtchen am AtlantikNach dem Frühstück fahren wir in etwa 3 Stunden nach Essaouira. Das idyllische Hafenstädtchen Essaouira hieß früher Mogador, ein Hinweis auf die portugiesische Herrschaft im 15. und 16. Jahrhundert n.Chr. In dem wichtigen Handelsstützpunkt auf der Meeresroute von Portugal nach Afrika wechselten Elfenbein, Tropenhölzer und Gewürze aus Westafrika ihre Besitzer. Essaouira wurde auch das Tor von Timbuktu genannt. Ausgrabungen belegen hingegen, dass hier bereits im 7. Jahrhundert v.Chr. die Phöniziern lebten - der westlichste Vorposten der Antike. Sie züchteten u.a. die berühmte Purpur-Schnecke, aus der Farbstoff Purpur gewonnen wurde - ein äußerst exklusives Handelsgut. Abnehmer waren Dynastien weltweit, denn mit Purpur wurde die Kleidung von Königen und Herrschern höchsten Ranges gefärbt. Wir besichtigen die auf Felsen gebaute, von Wehrmauern umgegebene Medina, die Altstadt, die Mellah (jüdisches Viertel) und den Hafen von Essaouira. Tatsächlich sind in der Altstadt von Essouira verschiedenste Einflüsse zu spüren und verglichen mit den Königsstädten Marokkos hat sie einen ganz eigenen Stil. Riad in der Medina von Essaouira [F] 13. Tag Freizeit am Meer - EssaouiraHeute steht uns der Tag zur freien Verfügung in Essaouira. Entspannt können wir uns durch die Gassen treiben lassen - übrigens fahren innerhalb der Stadtmauer keine Autos, quasi eine riesige Fußgängerzone. Tosend umgibt der Atlantik die Medina, die Luft riecht salzig und Spaziergänge entlang der Festungsmauer sind begleitet vom Rufen der Möwen. Unzählige Gassen mit Torbögen winden sich durch die Stadt, in der viele Handwerksbetriebe, Künstler-Ateliers sowie nette Cafés und Restaurants zu finden sind. An kleinen Plätzen in Straßencafés lässt sich das Kommen und Gehen von Händlern, Fischern, Handwerkern und Reisenden aus aller Welt beobachten. Es lohnt auch ein Bummel über den kleinen, in der Nähe der Altstadt gelegegenen Hafens. Vor historischen Hafengebäuden bieten Fischer riesige Krabben uns sonstige Meerestiere an. In kleinen Buden wird frisch gegrillter Fisch angeboten. Am breiten Sandstrand lassen sich Surfer und die Wellen des Atlantiks beobachten. Zum Baden ist Essaouira nicht unbedingt geeignet, aber alleine schon die entspannte Stimmung am Meer und die Schönheit des Städtchens machen dies zu einem richtigen Urlaubstag. Eine Oase der Ruhe ist unser traditionelles Riad, in dem wir mitten in der Medina in einem historischen Gebäude wohnen. Es verfügt über zwei schöne Innenhöfe und eine Dachterrasse mit Blick über die Häuser der Altstadt. Riad in der Medina von Essaouira [F] 14. Tag Marrakech - die rosarote Stadt voll orientalischem CharmeNach dem Frühstück verlassen wir Essaouira und fahren auf der Schnellstraße zurück nach Marrakech. Dort steht uns der Nachmittag für individuelle Erkundungen zur Verfügung. Erleben Sie das bunte orientalische Treiben in den überdachten Souks und auf dem Djemaa el Fna mit seinen Schlangenbeschwörern, Märchenerzählern, duftenden Garküchen, Obst- und Nuss-Ständen. Wer das pulsierende Leben lieber aus der Ferne beobachten und dabei einen duftenden Thé à la Menthe genießen will, ist bestens in einem der Dachterrassen-Cafés aufgehoben - vor allem bei Sonnenuntergang. Zum Abendessen treffen wir uns wieder um gemeinsam in einem stilvollen Restaurant in einem Stadtpalast in der Medina zu Abend zu essen. Hotel in Marrakech [FA] 15. Tag Rückflug nach DeutschlandFrühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Marrakech über Casablanca zurück nach Frankfurt oder München. Ankunft am Nachmittag und Heimreise. [F] Charakter der Tour und Anforderungen:Während des Trekkings wandern Sie etwa 5 bis 7 Stunden am Tag. Diese Etappen - es handelt sich um reine Gehzeit - sind von jedem geübten Wanderer mit guter Kondition, Trittsicherheit, Ausdauer und Klimaverträglichkeit zu meistern. An mehreren Trekkingtagen sind im Auf- oder im Abstieg über 1.000 Höhenmeter zu bewältigen, an Tag 5 und 6 rund 1.200 m im Aufstieg, an Tag 6 auch rund 1.500 m im Abstieg. Die technisch einfache Überschreitung des Ighil Mgoun (4.068 m Höhe, 8-9 Stunden reiner Gehzeit) ist das erste Trekking-Highlight, das Durchschreiten der gewaltigen Mgoun-Schluchten, teils im Flussbett, gilt als zweiter Höhepunkt Ihrer Reise. Profil:Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich, Gipfel technisch unschwierig. Landschaftliches Kaleidoskop aus Bergketten, Hochplateaus und Schluchten bis zu Oasen im Tal. Wichtige Hinweise:Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
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