Marokkanisches Kaleidoskop - Königsstädte und WüstenerlebnisReise Nr. 5092 4-tägiges leichtes Wüsten-Trekking mit Kamelen (5 - 6 Std. täglich) Reiseverlauf:1. Tag Flug nach Casablanca und Fahrt nach RabatNachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca. Bei Ankunft werden wir bereits von unserem marokkanischen, deutsch sprechenden Reiseleiter erwartet. Wir fahren 100 km mit dem Bus auf guter Straße zur Königsstadt Rabat. 2. Tag Königsstädte Rabat und Meknes, römisches VolubilisDer Königspalast, die Kasbah des Oudaias mit ihrem reliefverzierten Tor, der über 700 Jahre alte Hassan-Turm und das Mausoleum von Mohammed V. und Hassan II. sind die architektonischen Schmuckstücke der am Atlantik gelegenen Königsstadt Rabat. Die blau-weiß gestrichenen Häuserwände in den Gassen der Altstadt vermitteln mediterrane Atmosphäre. Marokkos Hauptstadt hat viele Gesichter, die wir bei unserem Besuch kennen lernen. Danach fahren wir in Richtung Meknes. In dieser Ville Impériale, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, besichtigen wir das Bab el Mansour, für viele das schönste Tor Marokkos. Meknes gleicht mit seiner wuchtigen, insgesamt 40 km langen, alten Stadtmauer und den eindrucksvollen Stadttoren einer Festung. Zu Lebzeiten von Sultan Moulay Ismail (17. Jh.) stieg Meknes zur Landeshauptstadt auf und erlebte eine Blütezeit. Dass er die Stadt ggf. auch auf eine längere Belagerungs-Zeit vorbereitet hat, erfahren wir bei der Besichtigung der gigantischen Pferdeställe und Getreidespeicher aus jener Zeit. Auf der Weiterfahrt nach Fès machen wir einen Abstecher nach Volubilis, der größten und am besten erhaltenen römischen Ruinenstadt Marokkos. Abends erreichen wir unser Hotel in Fes. 3. Tag Königsstadt Fès- ein ganzer Tag in der MedinaHeute besichtigen wir Fès, die Älteste der marokkanischen Königsstädte. Fès ist religiöses Zentrum Marokkos, aber auch Kunst-, Handwerks- und Wissenschaftshochburg des Landes. Die Altstadt von Fès, die Medina, gilt als eine der schönsten orientalischen Städte der Welt und darf wirklich als einzigartig bezeichnet werden. Sie steht bereits seit über 30 Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Schließen wir die Augen, hören wir das Hämmern der Schmiede und riechen den Duft der Gewürze, der unseren Appetit anregt! Zum Mittagessen besuchen wir ein typisch marokkanisches Restaurant in einem ehemaligen Palast in der Altstadt und genießen die Atmosphäre und die Speisen. Danach führt uns ein Stadtführer durch die engen, verwinkelten Gassen, den Souk (Basar) sowie das Töpfer- und Gerber-Viertel seiner Heimatstadt. Seit Jahrhunderten berühmt sind die Gerberarbeiten von Fès; das Leder wurde bereits im Mittelalter bis nach Bagdad exportiert. 4. Tag Vormittag Fès und Fahrt über den Mittleren Atlas nach MideltWir verlassen Fès und fahren durch Dörfer und sanfte Berglandschaft in die nördlichen Ausläufer des Mittleren Atlas. Der 1.660 m hoch gelegene Wintersportort Ifrane mutet sehr seltsam an, denn die Häuser und das Örtchen gleichen eher einem Wintersportort in den Vogesen. Weiter geht es nach Azrou (1.250 m). Bei einem Bummel lernen wir das Städtchen kennen. Es ist das Zentrum der Berber vom Stamm der Beni Mguild. Benannt wurde es nach einem markanten Felsen, auf dem die Reste einer Kasbah stehen. Auf der Weiterfahrt durch die Forèts des Cèdres, die berühmten Zedernwälder, halten wir und können mit etwas Glück Berberaffen beobachten. Sie gehören der einzigen Makaken-Art an, die nicht in Asien lebt. Außerhalb von Marokko kann man sie auch in Algerien und auf Gibraltar antreffen. Schließlich überqueren wir den 2.178m hohen Straßenpass des Col du Zad und erreichen Midelt (1.490 m). 5. Tag Über den Hohen Atlas und Oasen zu den Dünen von MerzougaMorgens setzen wir die Fahrt durch die östlichen Ausläufer des Hohen Atlas fort und passieren den Tizi-n-Talrhemt (1.907 m), bevor es in die Schluchten des Ziz-Flusses abwärts geht. Unterwegs gehen wir etwa eine Stunde durch die Palmenhaine des schönen Ziz-Tales. Der Ziz ist ein Wüstenfluss, entlang seinem Lauf reihen sich zahlreiche Oasen. Die Route führt weiter über die Stadt Errachidia, wo wir eine Mittagsrast einlegen. Am Nachmittag fahren wir durch die Oasenstadt Erfoud im Herzen des Tafilalet, größtes Dattelpalmen-Oasengebiet des Landes. Endlich taucht vor uns das Erg Chebbi auf, die größten und höchsten Dünenfelder Marokkos, die bis zu 170 m Höhe erreichen. Wir können durch den gelbroten Sand zu einem Aussichtskamm spazieren, um das Farbenspiel bei Sonnenuntergang von dort zu genießen. 6. Tag Beginn des Trekkings: Dünen, Dattelpalmen, DromedareNach einer halbstündigen Fahrt treffen wir morgens unsere Begleitmannschaft mit den Lastkamelen. Sobald unser Gepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung auf die Tiere verteilt und festgeschnürt ist, brechen wir zum viertägigen Trekking auf. Zuerst im Angesicht der Dünenkämme, dann diese überquerend, wandern wir durch das herrliche Sandmeer, das unendlich weit erscheint. Es bietet nur sehr wenigen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Da unsere Route meist durch die Dünenfelder führt und sich täglich im Auf- und Abstieg bis zu 600 Höhenmeter ergeben können, wird kein Jeep als Begleitfahrzeug eingesetzt. Wir sind nur mit Lastkamelen als Karawane unterwegs. Wer möchte, kann vorab gegen einen Aufpreis von 90,- Euro ein extra Reitkamel bestellen (bitte bei Buchung angeben). Die Trekkingroute und die Übernachtungsplätze können, je nach den Weidemöglichkeiten für unsere Tiere, geringfügig variieren. Nach einer Wegstrecke von rund 20 km - Mittagspicknick unterwegs - erreichen wir unseren Lagerplatz. Das Abendessen wird im Messezelt oder im Freien immer erst nach Einbruch der Dunkelheit serviert und auf einer Matte auf dem Boden sitzend eingenommen - über uns der Sternenhimmel! 7. Tag Dünentrekking durch das Erg ChebbiWeiter südwärts ziehen wir heute meist über die größeren Dünenkämme des Erg Chebbi. Der Name bedeutet etwa „blonde Dünen", obwohl die Dünen eher rötlich oder orangefarben sind. Am Fuß der bis zu 170 m hohen Dünen sind einige Fossilien und Mineralien zu entdecken, die von einem mehrere Millionen Jahre alten Korallenriff stammen. Sie sind der Beweis dafür, dass sich an dieser Stelle einst ein Ozean befand. Heute besteht der weite Ozean nur noch aus "Dünenwellen". Mächtig sind die höchsten Dünen Marokkos und keine gleicht der anderen. Sanfte Linien schwingen sich vom Boden hinauf zum Dünenkamm. Von seiner höchsten Stelle schweift der Blick in die Weite. Harmonische Formen und Farben machen die Wüste zu einer Landschaft, die zu Recht viele Liebhaber hat. Unsere Zelte bauen wir inmitten der Wüste auf, wie jeden Tag, und genießen das Farbenspiel in den Abendstunden. 8. Tag Dünentrekking bis Hassi MerdaniWir wandern mit den Beduinen und unseren Kamelen tiefer hinein ins Herz des Dünenmeeres von Erg Chebbi. Die riesigen Dünen bieten einen eindrucksvollen Anblick. Sie zu besteigen, ist oft sogar eine sportliche Herausforderung. Vom „Dünengipfel" bietet sich eine wunderbare Aussicht und der Sonnenuntergang wird zum unvergesslichen Erlebnis. 9. Tag Dünentrekking bis zum Erg ZniguiMit unserer Karawane ziehen wir nordwärts zu den Dünenfeldern des Erg Znigui. Im Osten sehen wir in der Ferne die Berge von El Bega und die Hamada du Guir, eine flache Steinwüste. Wir genießen noch einmal die Ruhe und die Weite der Sahara. Auch unser heutiger Lagerplatz befindet sich in der Nähe von kolossalen Dünen. Wer möchte, kann noch einmal in den Ozean aus Sand eintauchen, die höchsten "Sandwellen" erklimmen und sich im immer wärmer strahlenden Abendlicht von der einzigartigen Stimmung der Wüste verzaubern lassen. Vielleicht fühlen auch Sie sich nun vom "Wüstenvirus" infiziert und denken bereits daran, die Sahara wieder zu besuchen. Unser Wüstenabenteuer neigt sich dem Ende zu und wir nehmen Abschied von unserer Begleitmannschaft und den treuen Kamelen. 10. Tag Oasendorf Rissani, Todra-Schlucht und Dadès-SchluchtIn Merzouga werden wir abgeholt und fahren zum Oasendorf Rissani, das uns mit einem großen und prächtig verzierten Torbogen empfängt. Früher war der Ort ein bedeutender Karawanenstützpunkt. Elfenbein, Gold und Sklaven wurden hier gegen Datteln, Salz und Lederwaren getauscht. Wir besuchen den bunten Marktplatz, der von rosarot gefärbten Lehmhäusern umgeben ist. Auf der Fahrt nach Tinejdad besichtigen wir die „Foggaras", die früher hier üblichen unterirdischen Bewässerungskanäle. Zum Mittagessen erreichen wir die Großoase von Tinerhir. Danach machen wir einen Abstecher (20 km) in die Palmenoasen entlang des Todra-Flusses. Durch die tief eingeschnittene Todra-Schlucht fahren wir an deren Ende und bestaunen senkrecht steil aufragende Felswände. An der engsten Stelle ist die von einer Straße erschlossene Schlucht nur gut 10 m breit. Schließlich fahren wir in die landschaftlich spektakuläre Dadès-Schlucht. Nicht nur die Felswände scheinen einem Farbkasten als Vorbild gedient zu haben. Wie die Erdfarben ocker, rot, violett und braun sind auch die Häuser in diesen Farben gehalten und bieten eine fotogene Szenerie. Wir halten bei den so genannten Affenpfoten, einer außergewöhnlichen Felsformation aus Sandstein. Im Tal quartieren wir uns in einem Gästehaus unweit des Dadès-Flusses ein (Zimmer mit Dusche/WC). 11. Tag Dadès-Schlucht und Straße der 1.000 KasbahsMorgens unternehmen wir eine kleine Wanderung in der Dadès-Schlucht mit ihren bizarren Erosionsformen und Oasen-Gärten. Weiter fahren wir auf der „Straße der 1000 Kasbahs". Typisch für die Stadt Kelaa MGouna sind die ausgedehnten Rosenplantagen; aus den duftenden Blütenblättern wird Öl für die Parfümherstellung gewonnen. Bei Skoura befinden sich zahlreiche Lehmburgen, die von Wind und Wetter gezeichnet sind. Einige von ihnen werden mittlerweile mühsam renoviert. Wir besichtigen die vieltürmige Kasbah Amerhidil. Die in den Lehm geritzten Berber-Ornamente sollen den Bewohnern als Schutz gegen Unheil gegolten haben. Diese Wehrburg wurde im 18. Jh. errichtet und birgt heute ein sehenswertes Museum. Im Gegensatz zur Glaoui-Kasbah von Taourirt, die wir heute auch noch sehen werden, sind in Amerhidil ausschließlich lokal vorkommende Materialien bei der Restaurierung verwendet worden. 12. Tag Ait Benhaddou und Fahrt über den Hohen AtlasZunächst besuchen wir den großen Ksar Ait Benhaddou. Das am Hang gebaute, befestigte Berberdorf, das seit 1987 als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz steht. Wir durchstreifen das Labyrinth aus Häusern, Türmen und Gemeinschaftsspeichern. Der Ort gilt als hervorragendes Beispiel südmarokkanischer Architektur. Sowohl der Ort als auch die ihn umgebende, grandiose Wüstenlandschaft dienten schon oft als Kulisse für internationale Spielfilme. Nachdem wir den 2.260 m hohen Tizi-n-Tichka, den höchsten befahrbaren Gebirgspass des Landes, überquert haben, legen wir eine Mittagspause ein. Selbst wenn er als der am besten ausgebaute Pass Marokkos gilt, ist die Fahrt auf dieser Strecke mit ihren schmalen Windungen doch aufregend. Vom Pass aus geht es bergab in die Ebene und weiter nach Marrakech. Im Laufe des Nachmittags erreichen wir die Stadt. Wer mag, kann sich etwas ausruhen oder bereits einen ersten Bummel in die Medina, die rosarote Altstadt, unternehmen. 13. Tag Besichtigung von Marrakech – Orient pur!Zu Fuß besichtigen wir heute die Medina von Marrakech, die zu Recht seit Jahrzehnten als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist. Im 12. Jh. entstand eines ihrer wichtigsten Bauwerke, die Koutoubia-Moschee mit dem 77 m hohen Minarett, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou, eines der monumentalen Stadttore und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Gräber der Sultane der Saadier-Dynastie. Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerksläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein prunkvoll mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken spiegelt sich eindrucksvoll die Pracht farbenfroher orientalischer Zierde. 14. Tag Rückflug und HeimreiseFrühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Marrakech über Casablanca nach Frankfurt. Ankunft am Nachmittag und Heimreise. Charakter der Tour und Anforderungen:Beim Trekking in den Dünenlandschaften des Erg Chebbi sind für die fünf- bis sechsstündigen Wanderetappen ein gesunder Kreislauf und eine gute Kondition erforderlich. Pro Wandertag können sich die Auf- und Abstiege in den Dünenfeldern auf 500 bis 600 Höhenmeter summieren. Das Wandern im lockeren Dünensand kann anstrengend sein, besonders durch das Einsinken in den Sand bei den Anstiegen. Lastkamele übernehmen während des Trekkings Ihr Hauptgepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung. Ein Begleitfahrzeug ist auf dieser Route nicht im Einsatz. Beim Trekking tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem persönlich Notwendigen für unterwegs (Pullover/Fleece, Windschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.). Eine Begleitmannschaft sorgt für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Trotzdem bitten wir Sie, beim Auf- und Abbau der Teilnehmerzelte aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen. Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei. An den Trekkingtagen bereitet Ihre Begleitmannschaft die Mahlzeiten vor. Morgens steht Brot, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Außerdem wird morgens des öfteren Müsli oder Porridge gereicht. Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse, Thunfisch o.ä. gereicht. Abends bereitet der Koch eine warme Suppe und ein Hauptgericht zu, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln mit Beilagen, Gemüse o.ä. besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und traditionellen Pfefferminztee. Vor Trekkingbeginn können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser einkaufen. Die Busfahrten führen teilweise durch Gebirgs- und Wüstenlandschaften. Die Asphaltstraßen können nicht mit westeuropäischen Straßen verglichen werden. In den Städten übernachten Sie in Hotels der Mittelklasse; in Midelt und in der Dadès-Schlucht sowie zu Beginn des Trekkings in einfachen Gästehäusern / Herbergen mit Zweibettzimmern. Während des Trekkings nächtigen Sie 4-mal in Zwei-Personen-Zelten; wer möchte, kann nachts auch unter freiem Himmel mit Blick auf das Sternenzelt schlafen. Profil:Kultur- und Wanderreise vereint! Königsstädte kombiniert mit leichtem Wüstentrekking in großartigen Dünen. Gegen Aufpreis Reitkamel buchbar (s. u.). Wichtige Hinweise:Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis. Im Reisepreis enthalten
Im Reisepreis nicht enthalten
| So erreichen Sie uns:
Reisetermine
Abflughäfen
|



Frankfurt