Ruanda - Land der tausend HügelReise Nr. 5759 Tageswanderungen und Besteigung des Karisimbe (Schwierigkeitsgrad III) Reiseverlauf:1. Tag AnreiseLinienflug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt via Addis Abeba nach Kigali. Abflug am Abend. 2. Tag Ankunft in KigaliAnkunft in Kigali am frühen Nachmittag. Wir werden am Flughafen abgeholt und fahren zum Hotel. Nach einer Pause zum Frischmachen treffen wir uns wieder mit unserem Reiseleiter. Er erläutert uns die Reise, beantwortet unsere Fragen, gibt uns Tipps und Hinweise und macht uns mit der Umgebung vertraut. Kigali hat ca. 1 Mio. Einwohner, die Stadt liegt auf 1.540 m Höhe. Wer möchte, kann am Nachmittag noch mit dem Reiseleiter zum Markt fahren, um einen ersten afrikanischen Eindruck zu bekommen. Fahrzeit: 0,5h; Hotel 3. Tag Kigali - Butare - Nyungwe-NationalparkKigali hat ein quirliges Stadtzentrum. Auf engstem Raum leben viele Menschen zusammen. Wir erhalten einen Einblick in die wechselvolle Geschichte Ruandas: von der vorkolonialen Zeit bis in unsere Tage. Die Erlangung der Unabhängigkeit und der Völkermord stellen Eckpunkte in der Geschichte des Landes dar. Während wir durch Kigali fahren, macht unser Guide uns auf Details aufmerksam, gibt uns Erläuterungen und bringt uns die Stadt und das Land auf diese Weise nahe. Wir fahren gen Süd-Westen, unser erstes Ziel ist die Universitäts-Stadt Butare. 2006 wurden in Ruanda viele Städte umbenannt, Butare wird auch Huye genannt. Wir besuchen das sehenswerte Nationalmuseum. Nach dem Mittagessen fahren wir zur Genozid-Gedenkstätte nach Murambi. In dieser Schule wurden mehr als 27.000 Menschen umgebracht. Zur Gedenkstätte gehört ein sehr gut angelegtes Dokumentationszentrum und ein Außengelände. Der Reiseleiter gibt uns Erklärungen, wer möchte, kann im Anschluss an das Dokumentationszentrum auch das Außengelände besuchen - der Anblick ist sehr ergreifend und erschütternd. Schließlich fahren wir durch den Nyungwe-Nationalpark und erreichen am frühen Abend unser kleines Bungalow-Hotel, das auf einem Hügel liegt und einen tollen Ausblick zum Lake Kivu bietet. Am Abend bereiten wir uns auf die Wanderung des nächsten Tages vor. Fahrzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 450km; Hotel [FMA] 4. Tag: Mt. BiguguMt. Bigugu (2.950 m) ist die höchste Erhebung im Nyungwe Forest. Wir fahren sehr früh los, denn wir müssen ca. 1 Stunde bis zum Ausgangsort fahren. Schließlich windet sich ein schmaler Pfad durch den Wald den Berg hinauf. Es kann recht glitschig werden, der Einsatz der Teleskop-Stöcke ist sinnvoll. In Nyungwe sind allein 13 Primatenarten beheimatet, in den Baumwipfeln sehen wir immer wieder unterschiedliche Affen-Arten. Eine Vielzahl an Bergblumen blüht hier, wir beobachten Vögel, z. B. den Ruwenzori Turraco und entdecken vielleicht auch eine Schlange - allerdings nur mit viel Glück und wenn wir möglichst geräuschlos gehen. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück und fahren zum Hotel. Gehzeit: 5-6h; Fahrzeit: 2h; Hotel [FMA] 5. Tag: Schimpansen-Tracking, Canopy-WalkDer Nyungwe-Wald (970 qkm) liegt im Südwesten Ruandas und gehört zu den am besten erhaltenen Bergwäldern in Ostafrika. 2005 wurde die Region zum Nationalpark erklärt. Das Gebiet liegt zwischen 1.600 m und 2.950 m Höhe; nachts kann es also recht kühl werden. Wir müssen heute schon um 4 Uhr aufstehen, lange vor Sonnenaufgang trinken wir eine Tasse Kaffee, um die Lebensgeister zu wecken und wer möchte und kann, frühstückt eine Kleinigkeit. Gegen 5 Uhr treffen wir den Ranger an der Nationalparkstation, die gleich am Fuße des Hügels beim Hotel liegt. Schließlich fahren wir wieder ca. 1 Stunde, bis wir den Ausgangspunkt des Schimpansen-Trackings erreicht haben. Auf einem guten Pfad gehen wir zunächst in den Wald hinein, per Funk und per Handy geben die Trakker den Aufenthaltsort der Schimpansen an den Ranger weiter. Kommen sie schließlich in unsere Nähe, folgen wir so schnell wie möglich den Trackern in den Urwald hinein. Wir stolpern über feuchte Wurzeln und Laub und hoffen schließlich, die Schimpansen in den Bäumen zu erspähen. Die Gehzeit ist variabel und hängt davon ab, wo die Schimpansen gesichtet wurden, wir dürfen eine Stunde mit ihnen verbringen. Schimpansen können viel Lärm machen, vor allem, wenn sie selbst auf die Jagd gehen: ein ohrenbetäubendes Gekreische bricht los, Äste können hinunterfallen und wir rennen ihnen immer hinterher. Sie können aber auch recht friedlich in den Bäumen sitzen und fressen. Es kann aber auch sein, dass wir die Schimpansen nur schemenhaft in der Ferne erkennen können oder auch garnicht. Bricht gar ein Regenschauer los, ist die Chance, sie zu sehen minimal. Das ist die Natur - darauf haben wir keinen Einfluss. Zu den Schimpansen kann uns der Reiseleiter nicht begleiten - der Ranger und die Trakker sind bei uns. Es ist sehr wichtig, dass wir uns an die Anweisungen und Hinweise des Rangers halten! Nach der Rückkehr essen wir zu Mittag und ruhen uns ein bißchen aus. Am Nachmittag machen wir einen Canopy-Walk! Hoch in den Baumwipfeln ist ein ca. 200 Meter langer Pfad mit Hängebrücken und Aussichtsplattformen in angelegt. Aus einem ganz anderen Blickwinkel lernen wir den Regenwald und die Bewohner des "oberen Stockwerkes" kennen. Gehzeit: 3-5h; Hotel [FMA] 6. Tag Fahrt nach Kibuye - Bootsfahrt auf dem Lake Kivu nach GisenyiWir fahren nach Kibuye. Die Straße ist teilweise schlecht, aber die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und eindrucksvoll: tief eingeschnittene Buchten, fast schon Fjorde, steil aufragende Bergketten, den See mit den kleinen vorgelagerten Inseln immer im Blick. Zur Mittagszeit kommen wir im kleinen Ort Kibuye an und essen zu Mittag. Dann besteigen wir das Boot, das uns nach Gisenyi bringt. Wir sind den ganzen Nachmittag auf dem See unterwegs, beobachten das vorbeiziehende Ufer und die Wasservögel und können auch mal auf einer der kleinen Inseln anlanden. Eine andere Perspektive als vom Auto aus und andere Eindrücke stehen im Vordergrund. Die Autos legen die Strecke auf dem Landweg zurück, am Abend treffen wir in Gisenyi ein und beziehen die Zimmer im Hotel. Fahrzeit: 4-5h; Hotel [FMA] 7. Tag Gisenyi - RuhengeriWir haben einen entspannten Vormittag in Gisenyi: wir besuchen eine Kaffee-Rösterei, den örtlichen Markt, werfen einen Blick in die Universität (wenn sie geöffnet ist) und besuchen eine Brauerei. Nach dem Mittagessen fahren wir nach Ruhengeri (auch Musanze genannt). Am Fuße des Volcanoes-Nationalpark liegt unsere Lodge, aufgrund der Höhenlage kann es nachts frisch werden, die Fleece-Pullover kommen wieder zum Einsatz. Am Abend erklärt der Reiseleiter das Prozedere bezüglich des Gorilla-Trackings. Gehzeit: 1h; Lodge [FMA] 8. Tag: Gorilla-TrackingWieder stehen wir früh auf und fahren nach Kinigi zum Treffpunkt aller Gorilla-Gruppen. Wieder jeweils maximal 8 Personen bilden eine Gruppe. Wir haben mit unserem Reiseleiter bereits festgelegt ob wir eine lange Wanderung durch den Regenwald zu einer entlegenen Gorilla-Gruppe machen möchten oder ob es auch eine etwas weniger anstregende Wanderung sein darf, die Gruppe kann sich auch teilen. Wir fahren noch ein Stück, lassen dann die Autos zurück und gehen bergan. Wenn wir möchten, können wir unseren Tagesrucksack an einen Träger abgegen, den wir direkt vor Ort bezahlen. Die Tracker berichten dem Ranger, wo sie die Gorilla-Gruppe das letzte mal gesehen haben. Von hier folgen wir den Spuren, es geht wieder durch wegloses und rutschiges Gelände, bis wir die Gorillas endlich sehen. Wir haben eine Stunde, um sie zu beobachten. Im Vergleich zu den Schimpansen sind sie sehr friedlich, sie grasen und fressen Bambus, die Jungtiere spielen miteinander. Sind sie auf einer Lichtung, liegen sie in der Sonne, zupfen sich gegenseitig das Ungeziefer aus dem Fell; manchmal steht einer auf und trommelt mit den Fäusten auf seine Brust. Insgesamt strahlen sie eine große Ruhe aus. Die Zeit mit ihnen vergeht wie im Flug! Die Eindrücke sind so vielfälig, es fällt schwer das zu beschreiben. Es ist wichtig, dass wir uns an die Weisungen und Erläuterungen des Rangers halten, denn unser Reiseleiter begleitet uns nicht. Abhängig von der Dauer des Gorilla-Trakkings kommen wir gegen Mittag oder am Nachmittag wieder zur Lodge. Am Nachmittag besuchen wir das Projekt eines Wilderer-Dorfes. Gehzeit: 3-6h; Hotel [FMA] 9. Tag: Besteigung des Mt. Karisimbe (1.Tag)Der Vulkan Mt. Karisimbe ist 4. 507 Meter hoch. Durch das Gorilla-Tracking sind wir schon ganz gut akklimatisiert und wissen, dass uns schlammige Pfade erwarten. Wieder begegnen uns die natürlichen Trittstufen, die unterschiedlich hoch und unregelmäßig sind und das Gehen erschweren. Wir werden von einer Mannschaft begleitet, die die Campingausrüstung trägt, wir haben unseren Tagesrucksack mit unseren eigenen Sachen dabei. Am Ausgangspunkt der Wanderung könen wir gegen Bezahlung auf Verhandlungsbasis zusätzliche Träger anheuern, die uns den Rucksack tragen oder bei einzelnen Wegabschnitten die Hand reichen und uns über die steilen und rutschigen Stellen hinweg helfen. Das Anbieten dieses Dienstes ist eine willkommene Einnahmequelle von den örtlichen Bewohnern. Der erste Wandertag führt uns langsam den steilen Berg hinauf, bis etwa zur halben Höhe. Wie spüren schon die dünne Höhenluft, das Atmen fällt uns schwer, Kopfschmerzen sind nicht ungewöhnlich. Unser Lager schlagen wir auf etwa 3.500 m auf. In der Abenddämmerung taucht die untergehende Sonne die umliegenden Vulkanberge in sanftes Licht. Sobald die Sonne verschwunden ist, wird es empfindlich kalt. Wir ziehen unsere warmen Sachen an und kuscheln uns bald in den warmen Schlafsack. Wer an der Besteigung des Mt. Karisimbe nicht teilnehmen möchte, der kann auf eigene Kosten gern in der Lodge bleiben und einen Ausflug in der Umgebung unternehmen. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA] 10. Tag Mt. Karisimbe (2.Tag)Schon früh erklimmen wir den Gipfel. Wenn der Dunst sich langsam hebt und die Sonnenstrahlen durchkommen, haben wir einen Blick auf diese sanften Hügel, den wir bestimmt nicht vergessen werden. Schließlich steigen wir wieder ab zu unserem Lager und freuen uns auf eine kleine warme Mahlzeit und einen Becher Kaffee oder Tee. Dann geht es weiter bergab, wir rutschen und schlittern und gehen bis zum Ausgangspunkt, wo uns die Autos abholen und in die Lodge bringen. Eine warme Dusche kann in solchen Momenten zu einem wahren Hochgenuss werden! Gehzeit: 6-7h; Lodge [FMA] 11. Tag KigaliNach einem gemütlichen Frühstück treten wir den Rückweg nach Kigali an. Die Straße ist gut, wir kommen zügig vorwärts, zum Mittagessen kommen wir bereits im Hotel an. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug zur nahegelegenen Genozid-Gedenkstätte, der Kirche von Ntarama. Der örtliche Führer gibt uns gute Erläuterungen, erklärt die Geschichte der Region und wie es zu den Geschehnissen in dieser Kirche kam. Es ist ein sehr ergreifender Ort. Wer nicht am Ausflug teilnehmen möchte, kann den Nachmittag entspannt im Hotel verbringen. In der Umgebung des Hotels verbringen wir unseren letzten Abend mit einem gemeinsamen Abendessen. Mitten in der Nacht werden wir zum Flughafen gebracht. Fahrzeit: 3h; Hotel [FA] 12. Tag HeimreiseBereits zwischen 2 und 3 Uhr morgens fliegen wir von Kigali via Addis Abeba nach Frankfurt, hier kommen wir am Nachmittag an. Charakter der Tour und Anforderungen:In Ruanda herrscht tropisches Klima, daher sollten Sie feuchte Hitze gut vertragen. Während der Vulkanbesteigungen und Wanderungen durch den Regenwald gehen Sie auf feuchten und rutschigen Wegen, teilweise gibt es natürliche "Treppenstufen", die unregelmäßig und manchmal recht hoch sind; bei der Suche nach den Schimpansen und Gorillas gehen Sie auch querfeldein und ohne Pfade durch den Regenwald. Immer wieder kann es zu Regenschauern kommen, dann werden die Pfade noch rutschiger und ein guter Regenschutz ist notwendig. Profil:Gute Kondition erforderlich, Tropenklima, Geheimtipp für neugierige Afrika-Fans. Wichtige Hinweise:Bei Drucklegung existiert ein aktueller Hinweis des Auswärtigen Amtes. Wir bitten um die Beachtung: www.auswaertiges-amt.de oder Bürgerservice Tel: 03018 - 172000 Im Reisepreis enthalten
Im Reisepreis nicht enthalten
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