Marokko - Mit Beduinen die Wüste entdecken
Reise Nr. 5285
4 Tage Kamel-Trekking in der Sahara - verbesserte Route!
Durchquerung der Chegaga-Wüste gemeinsam mit Beduinen und Kamelen
Durch Palmoasen und schöne Dörfer nach Zagora das Tor zur Wüste
Traditionelle Lehmbauten, Taourirt und die Kasbah von Ait Benhaddou
Verlängerungsmöglichkeit in Marrakech
Entdecken Sie die Sahara im Wüstentakt. Die beste Art, die Wüste zu erleben, ist die Méharée das Kameltrekking. Gemeinsam mit Beduinen unterwegs, wandernd oder reitend ganz ohne Vorkenntnisse. Sie starten am Rande einer Oase und gehen abseits der Hauptrouten bis zu den Dünen von Erg Chegaga. Mit großer Ausdauer und stolzen Blickes schreiten die Dromedare von Düne zu Düne. Zu entdecken gibt es vieles! Vom kleinen Skarabäus über Spuren im Sand zu sich auftürmenden Sandbergen, von deren Gipfel weit entfernte Bergketten erkennbar sind. Nachts schweifen Sternschnuppen durch den Wüstenhimmel Zeit für Wünsche!
Nach dem Trekking besichtigen Sie die Kasbahs Taourirt und Ait Benhaddou. Beide zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind schöne Beispiele für traditionell gebaute Lehmbaudörfer.
Wer möchte, kann die Reise verlängern. Nach einer Busfahrt über den Hohen Atlas bieten sich ein paar Tage Marrakech oder auch ein Abstecher nach Essaouira am Atlantik an.
Reiseverlauf:
1. Tag Anreise und Flug nach Ouarzazate
Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca und abends weiter nach Ouarzazate. Bei Ankunft erwartet Sie Ihr marokkanischer, Deutsch sprechender Reiseleiter. Kurzer Transfer zum Hotel. Hotel in Ouarzazate
2. Tag Durch Palmenoasen und Lehmdörfer das Draa-Tales
Nach dem Frühstück besichtigen wir kurz die Kasbah Taourirt. Die gewaltige Wohnburg zählt zu den mächtigsten, aus Stampflehm erbauten Wohn- und Wehrbauten des Berberfürsten El Glaoui, des Paschas von Marrakech. Danach fahren wir über den 1.660 m hohen Pass Tizi nTinifift hinein in das fruchtbare Draa-Tal. Es ist von nicht enden wollenden Palmenhainen und etwa 1 Millionen Dattelpalmen durchzogen und wird wegen der vielen Lehmbauten zur Straße der 1.000 Kasbahs gerechnet. Unsere Fahrt führt über eine uralte Karawanenroute, die einst Timbuktu mit Fès verband und Kreuzpunkt verschiedenster Völker war. Hinter Zagora, einer heute modernen Wüstenstadt, erreichen wir ein unscheinbares Dorf. Hier befindet sich jedoch eines bedeutendes Sufi-Zentrum, aus dem Gläubige Kraft schöpfen. Die schöne, von Mosaiken gezierte Anlage birgt eine der bedeutensten islamischen Bibliotheken. Viertausend von Hand geschriebene Bücher sind erhalten und die ältesten stammen aus dem 11. Jh. Nachmittags erreichen wir Mhamid, die südlichste Wüstenoase des Draa-Tales, die auch als "Tor zur großen Sandwüste" bezeichnet wird. Unweit des Dorfes treffen wir unsere Beduinen-Begleiter mit ihren Kamelen und beginnen unser Wüstentrekking. Wir machen erste Bekanntschaft mit unserer Mannschaft und den Kamelen. Etwa 1,5 Stunden reiten oder wandern wir bis wir eine Dünen erreichen, wo wir unser erstes Wüstenlager am Ausgang einer Palmenoase errichten. Gehzeit: 1,5h; Zeltnacht in der Wüste [FMA]
3. Tag Kameltrekking - erste Wüstenerlebnisse
Wenn nicht schon gestern geschehen, bekommen wir heute eine kleine Einführung ins Kamelreiten, insbesondere zum Auf- und Absitzen. Vorerfahrung brauchen wir keine, wir haben immer Unterstützung durch die sogenannten chameliers, den Beduinen, die uns begleiten. Ein Kameltreiber betreut und führt im Schnitt 2 bis 4 Tiere. Wenn die Tiere gesattelt sind, steigt die Spannung und wir brechen mit unseren Wüstenschiffen auf Richtung Süden. Die kommenden Tage sind wir inmitten kleinerer und großer Sanddünen unterwegs. Teils führt die Route über Reg, bzw. festen oder steinigen Boden. Für je zwei Teilnehmer/innen steht ein Reitkamel bereit, so dass Sie sich etappenweise mit Reiten und Wandern abwechseln (Reitkamele zur Alleinbenutzung sind gegen Aufpreis buchbar.). Mittags wird eine Rast im Schatten eingelegt. Wir ziehen als Karawane teils über sandige Flächen und Geröllwüste, durchqueren ein Trockental und gelangen zu einem so genannten Marabout, einem kleinen Schrein in der Wüste. Dann erreichen wir unseren Platz für die Nacht und errichten unser Lager bei kleinen Dünen. Gehzeit: 6h; Zeltnacht in der Wüste [FMA]
4. Tag Kameltrekking - die Dünen werden größer!
Wir erahnen langsam, wie groß die Wüste ist und welche Aumaße Dünen haben können. Bis zu unserem Tagesziel durchqueren wir nicht nur Sand, das wäre zu anstrengend. Sondern auch ab und zu steinige Plateaus und immer wieder kleine Dünenzonen. Dann bei einem schönen Erg (großen Dünengebiet) sind wir umgeben von Sand in warmen Farben und harmonischen Formen. Der Vergleich mit Wellen drängt sich auf - in Reihen liegen die Dünen stufenweise hintereinander. Wir erkennen in der Ferne eine massive Bergkette, hinter der sich bereits die algerische Sahara befindet. Zum Sonnenuntergang lohnt es sich, auf ein der Dünen aufzusteigen und die Lichtstimmungen zu genießen. Die Beduinen nennen diesen Platz übrigens Dünen des Glücks. Die Aussicht ist hier wirklich überwältigend und der Blick verliert sich wirklich in dem endlosen Dünenmeer. Ein wunderbarer Platz zum Zelten! Je nach Temperaturen ist es auch möglich, ohne Zelt draußen zu schlafen. Gehzeit: 6h; Zeltnacht in der Wüste [FMA]
5. Tag Kameltrekking von Erg zu Erg
Im Karawanentempo bewegen wir uns weiter. Nachmittags kommen wir durch eine völlig flache, meist ausgetrocknete lehmige Ebene mit Tamarisken und nähern uns dem ausgetrockneten Flusstal des Draa. Er ist mit 1.100 km der längste Fluss Marokkos, aber in normalen Jahren schon ab Zagora nicht mehr mit Wasser gefüllt. Dass es früher einmal fruchtbarer gewesen sein muss, erkennen wir an einer verlassenen Oase. Eventuell finden wir auch alte Tonscherben oder gar Mahlsteine. Wenn wir bei der Mittagspause unter Bäumen auf Vögel achten, entdecken wir eventuell den weiß-schwarzen Moulamoula. Dieser kleine Wüstenvogel wird von den Touareg verehrt. Unsere Begleiter werden, wenn möglich in der Nähe an einem Brunnen Wasser auffüllen. Nachmittags erreichen wir unseren Platz für die Nacht. Die Dünen sind heute nicht ganz so hoch - höhere sind jedoch unweit erreichbar für einen Ausflug zum Sonnenuntergang. Ruhe und Stille kehrt ein, aus der Trekkingküche steigen erste Düfte auf und bald verfärbt sich der Abendhimmel bis sich die ersten Sterne zeigen. Gehzeit: 6h; Zeltnacht in der Wüste [FMA]
6. Tag Kameltrekking bis zu den höchsten Dünen von Erg Chegaga
Heute Vormittag reiten oder wandern wir durch weite Ebenen, wo sich teils aus vergangenen seltensten Regenfällen Tonschichten angesammelt haben. Sie liegen vertrocknet wie gebrannte Scherben und bilden interessante Mini-Kunstwerke. Ganz in der Ferne sind vereinzelt bereits die bis zu 100 m hohen Dünenmassive des Erg Chegaga zu erkennen. Das besondere ist, dass sie aus einer absolut ebenen Wüstenfläche wuchtig herausragen. Ebenfalls in der Ferne ist das lange, dunkle Band des Djebel Bani zu erkennen, einer Bergkette, die den südlichsten Vorposten des Atlas-Massives darstellt. Nachmittags durchqueren wir eine Ebene, bei der manchmal viele Kamele grasen, falls es etwas Grünfutter zu finden gibt. Die Nomaden lassen dann ihre großen und auch kleinen Dromedare hier weiden. Direkt am Fuße des Erg Ebidliya, dem höchsten Teil von Chegaga verbringen wir unsere letzte Wüstennacht. Die im abnehmenden Tageslicht in unterschiedlichen Farben schimmernden Sandgiganten begeistern nicht nur die Fotografen der Gruppe. Gehzeit: 5h; Zeltnacht in der Wüste [FMA]
7. Tag Fahrt über Foum Zguid zur Kasbah von Ait Benhadou
Am Morgen verabschieden wir uns von unseren Beduinen-Begleitern und den Kamelen. Früh treffen die Geländewagen ein und wir durchqueren die trockene Senke des Iriki-Sees. Nur an der total ebenen Fläche und vereinzelten Salzablagerungen erkennen wir noch, dass hier in der Vergangenheit ein permanenter See war. Heute gleicht es einem Naturschauspiel, wenn alle paar Jahre sich doch einmal wieder Wasser ansammelt. In Foum Zguid erreichen wir nach Tagen in der Wüste wieder ein kleines Städtchen. Aber hier führen wir unsere Fahrt auf Asphaltstraße über ein Oasen-Tal und mehrere kleine Bergpässe fort. Unterbrochen von einem Mittagessen in einem einfachen Lokal unterwegs, erreichen und besichten wir das Wehrdorf Ait Benhaddou. Im Nachmittagslicht wirkt das an einem kleinen Flusslauf liegende Dorf am schönsten. Die großen Lehmbau-Kasbahs sind unten von Palmen umgeben und ziehen sich durch enge Gassen den Berg hinauf bis zu einem Aussichtspunkt. Zu Recht hat die UNESCO dieses Dorf als Welterbe klassifiziert. Bekannt wurde es auch als Filmkulisse für zahlreiche Kino-Filme. Kurzer Transfer nach Ouarzazate, wo wir die letzte Nacht in einem Hotel verbringen. Hotel in Ouarzazate [FMA]
8. Tag Rückflug nach Frankfurt und Heimreise
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Ouarzazate über Casablanca zurück nach Frankfurt mit Ankunft am frühen Nachmittag und Heimreise.
Charakter der Tour und Anforderungen:
Kern der Tour ist das 4,5 Tage dauernde Kameltrekking durch die Sandwüste Marokkos. Für je zwei Teilnehmer/innen steht beim Trekking ein Reitkamel zur Verfügung, so dass Sie abwechselnd reiten oder mit der Karawane wandern können. Das Gehtempo der Kamele entspricht etwa dem Wandertempo. Ein Kameltreiber führt jeweils 2 - 4 Tiere. Die Tagesetappen betragen insgesamt meist etwa 6 Stunden und werden durch eine ausgiebige Pause bzw. Mittagsrast im Schatten unterbrochen. Vorkenntnisse zum Kamelreiten sind nicht nötig, jedoch ein gesunder Kreislauf und eine gute Kondition. Für das Trekking benötigen Sie Ausdauer zum Reiten bzw. Wandern. Wer möchte, kann gegen Aufpreis ein Reitkamel zur Alleinbenutzung dazu buchen.
Ihr Hauptgepäck und die Campingausrüstung werden mit Kamelen von Zeltlager zu Zeltlager transportiert, sodass Sie wirklich als eine unabhängige Karawane unterwegs sind. Sie nehmen für tagsüber nur das Notwendigste (Pullover / Fleece, Windschutz, Kamera, Trinkflasche etc.) im Tagesrucksack mit, den Sie beim Reiten und Wandern am Kamel befestigen können. Ihre Begleitmannschaft, also Kamelführer und aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (d.h. beim Auf- und Abbau der Teilnehmerzelte). Gemeinschaftsgeist trägt sehr zum Gelingen dieser Reise bei.
An den Trekkingtagen bereitet Ihre Begleitmannschaft die Mahlzeiten vor. Morgens steht Brot, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Außerdem wird morgens des öfteren Müsli oder Porridge gereicht. Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse, Thunfisch o.ä. gereicht. Abends bereitet der Koch eine warme Suppe und ein Hauptgericht zu, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln mit Beilagen, Gemüse o.ä. besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und traditionellen Pfefferminztee. Vor Trekkingbeginn können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser einkaufen.
Die Fahrten führen durch Gebirgs- und Wüstenlandschaften und streckenweise über unbefestigte Pisten. Die Asphaltstraßen können nicht mit westeuropäischen Straßen verglichen werden, sind jedoch mittlerweile in Marokko recht gut.
In Ouarzazate verbringen Sie die erste und letzte Nacht in einem Mittelklassehotel. Während des Trekkings nächtigen Sie vier mal in Zwei-Personen-Zelten; wer möchte, kann nachts auch unter freiem Himmel mit Blick auf das Sternenzelt schlafen. Die Speisen werden beim Camping wie im Orient üblich - auf Matten auf dem Boden sitzend, eingenommen. Es steht ein Messezelt im Nomadenstil sowie auch ein Toilettenzelt zur Verfügung. Hocker und Klapptische, wie sie z.B. in Nepal üblich sind, sind in Marokko unüblich.
Profil:
Echtes Wüstenerlebnis, unterwegs mit Beduinen tief hinein in Dünenregionen. Für Kamel-Trekking keine Vorerfahrung notwendig.
Wichtige Hinweise:
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Marokko gehört dem muslimischen Kulturkreis an. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern), kurze Röcke und ärmellose Kleidung sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei den Berbern im Gebirge, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.
Im Reisepreis enthalten
- Hauser - Inklusivleistungen Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Ouarzazate Flug mit Royal Air Maroc ab/bis Frankfurt nach Ouarzazate derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren Rail&Fly - Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze Übernachtung in Hotels und Zelten Vollpension Transfers Eintrittsgebühren lt. Programm Koch - und Begleitmannschaft 1 Reitkamel je 2 Teilnehmer Lastkamele für das Gepäck Camping - und Kochausrüstung inkl. Zelt und Schaumstoffmatten, Toiletten - und Waschzelt Hauser - Top - Schutz: Stornokosten - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - ServiceWunschleistungen Reitkamel zur Alleinnutzung 100, - Hauser ZUSATZ - Reiseschutz - Paket 24: Reisegepäck - , Reiseunfall - und Reiseabbruch - Versicherung Flüge ab/bis München via Casablanca auf Anfrage und abhängig von Verbindung und Verfügbarkeit. (Flugtage derzeit Dienstag/Donnerstag/Samstag)
Im Reisepreis nicht enthalten
- Getränke (auch Mineralwasser); Trinkgelder (ca. 50,- - 60,-); Ausgaben persönlicher Art; evtl. neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften
- Mindestteilnehmerzahl: 7
- Maximale Teilnehmerzahl: 14
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