Algerien - durch Oasen und Schluchten des Tassili zu den Dünen des Tadrart
Reise Nr. 5974
2 Tage Wandern bei Iherir - besonderes Ökosystem, Schluchten und Oasen
5 Tage Trekking im Tassili nAjjer (je nach Termin als Kamel-Trekking!)
Tassili-Plateau mit Felsbögen und Türmen, Schluchten und Dünen
Tiefrote Dünen im Tadrart, Urzeitlandschaft und geologische Wunder
UNESCO-Weltkulturerbe - ein riesiges natürliches Freilichtmuseum
Berühmte Gravuren: "Lockige Kuh", "Schlafende Gazelle" und "Weinende Kuh"
Diese Reise führt Sie in drei unterschiedliche Welten der Wüste! Im Palmenhain von Iherir rauscht der Wind und sprudelt das Wasser in geschliffenen Felsenbecken. Wer sich über das weite Felsplateau des Tassili nAjjer nähert, muss genau hinsehen. Denn in der horizontweiten Ödnis taucht unvermutet eine üppig grüne Oase aus der Schlucht auf. Der Auftakt Ihrer Reise ist voller Überraschungen und ideal zum Ankommen.
Die nächsten fünf Tage führen Sie durch klassische Tassili-Landschaft. Durch von Felswänden geflankte Täler, zu Ebenen, wo Felsnadeln und Steinskulpturen aus dem Sand sprießen. Hier ist die Schöpfungsgeschichte noch voll im Gange. Wind und Wetter nagen an Felsen und ziselieren Löcher in den Sandstein. Die Dünen dazwischen lassen ahnen, was irgendwann übrig bleiben wird. Beim Trekking sind Sie zu Fuß oder mit Kamelen unterwegs! Je nach Reisetermin findet die Reise als Wander- oder als Kamel-Trekking statt!
Es folgt der dritte Teil des Wüstenabenteuers... legen Sie den Kopf zurück! Denn vor Ihnen bauen sich haushoch getürmte Dünen in den Farben granatrot, goldgelb und orange auf. Im Tadrart quillt die Natur über an dem, was Sahara verkörpert: genau jener Mischung aus Sanddünen und Felsformationen. Dazwischen verbirgt sich ein offenes Bilderbuch der Frühgeschichte. Die bis zu 10.000 Jahre alten Felsmalereien und Gravuren erzählen Ihnen eindrücklich, wie das Leben in der damals fruchtbaren Sahara ausgesehen hat. Diese Kunstwerke auf Stein und die großartige Wildnis der Wüste machen das Tadrart zu einem besonderen Ort.
Reiseverlauf:
1. Tag Anreise in die Sahara
Mittags Linienflug mit Air Algerie von Frankfurt nach Algier und weiter zur Oase Djanet, dem Hauptort des berühmten Tassili NAjjer-Nationalparks. (In Algier örtliche Betreuung durch einen Vertreter unserer Agentur für Formalitäten und Gepäck beim Einchecken zum Inlandsflug nach Djanet.) Die Wüstenstadt liegt auf 1.000 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier und wird von großen Dattelplantagen geprägt. Vom Flughafen fahren wir direkt hinaus in die Wüste; dort warten die aufgebauten Zelte schon auf uns. Übernachtung im Zelt
2. Tag Fahrt ins Tassili nAjjer zur Oase Iherir
Nach unserem ersten Frühstück in der Wüste fahren wir wenige Kilometer bis zur kleinen Palmenoase Djanet. Dort haben wir zum letzten Mal die Möglichkeit, einen Chèche (das für die Wüste so praktische, große Kopftuch) zu besorgen. Anschließend erledigen wir die nötigen Formalitäten bei der Nationalparkbehörde und verlassen dann die Stadt Richtung Norden. Auf halbem Wege Richtung Illizi biegen wir ab und fahren tiefer hinein in das Tassili nAjjer. Dort erreichen wir bereits nach drei Stunden das Touareg-Dorf und Oase Iherir. Wir übernachten 2 Nächte im Campement in Zeriba-Hütten (oder je nach Belegung ggf. in Zelten). Wir genießen zum ersten Mal eine von unserem Koch zubereitete, leckere Mahlzeit und anschließend die Teezeremonie im Kreise unserer Begleitmannschaft. Zeriba-Hütte (keine Einzelbelegung) oder Zelt [FMA]
3. Tag Tageswanderung zu den Gueltas von Idaran
Mit einem örtlichen Führer starten wir zu unserer heutigen Wanderung zu den Gueltas von Idaran und entdecken eine wunderschöne Landschaft mit Schilfgebieten und Felsformationen. Eine Guelta ist eine Art permanenter Wassertopf, eine Rarität, da es in der Sahara ansonsten kaum Wasserstellen gibt. Meist bestehen Gueltas aus einem in den Fels geschliffenen natürlichen Wasserbecken, das im Schutze einer Schlucht oder schattigen Felswand liegt. Hier aber folgen wir heute einem ganzen System von im Fels ausgeschliffenen Wasser-Korridoren. Die fotogene Oasen- und Schluchtenlandschaft beschert uns einen einzigartigen Wandertag voller Eindrücke, die man so mit Wüste nicht direkt verbindet. Unter dem Palmenhain zwitschern Vögel, Wasser plätschert, Frösche quaken und es riecht nach feuchter Erde. Ein nur noch zu Erntezeiten von Nomaden genutztes Zeriba-Dorf gibt uns einen Eindruck von dem regen Leben, das hier an einem der ehemaligen Karawanen-Knotenpunkte einmal geherrscht hat. Wir kehren am Nachmittag zurück zu unserem Camp in Iherir. Gehzeit: 5-6h; Abstieg: 100m; Zeriba-Hütte oder Zelt [FMA]
4. Tag Wanderung bei der Oase Iherir
Nach dem Frühstück wandern wir zu den Felsmalereien von Aghram, einem weiteren Seitenarm der Oase Iherir. In der Wüste finden wir die Ruine des Amenokal von Iherir, der den Karawanenhandel hier überwachte. Die Erde ist kräftiggelb und wir entdecken im Boden Stellen mit Ocker. Über das Touareg-Dorf Iherir kehren wir zum Camp zurück, wo unser Koch bereits mit dem Mittagessen auf uns wartet. Danach fahren wir zu den Gravuren von Dider/Tinterghert. Die großen und sehr ausdrucksstark in die Bodenplatten aus Fels gemeiselten Gravuren zählen zu den berühmtesten Gravuren der Sahara. Neben zahlreichen Gravuren von Giraffe, Hasen etc. sind vor allem die Schlafende Gazelle und Lockige Kuh hervorzuheben. Letztere misst etwa drei Meter! Wir fahren mit den Geländewagen Richtung Erg Essendilène, wo wir unser Camp inmitten von Dünen aufbauen werden. Gehzeit: 2,5-3h; Hütte oder Zelt [FMA]
5. Tag Trekking durch die Tassili-Landschaft des westlichen Tassili nAjjers
Wir erkunden die Schlucht von Essendilène bei einer kleinen Wanderung. Dort finden wir mitten in der Sahara eine kleine Welt für sich: üppiger Oleander, Tamarisken zwischen steil aufragenden Felswänden und eine Guelta, die je nach Lichteinfall flaschengrün leuchtet. Unser Trekking führt uns wandernd oder je nach Termin mit Kamelen in die Region Tikoubaouine. Bitte beachten Sie hierzu die Angaben bei den einzelnen Terminen (im Anhang) oder fragen uns. Durch das vielfältige Tassili Gebiet von Tissalaten gelangen wir zu Sandsteinformationen und Sanddünen. Unterwegs übernachten wir immer an schönen Lagerplätzen in der Wildnis. Während wir tagsüber auf direkten Seitenwegen und über Plateaus und Schluchten des Tassili nAjjers wandern, wird unser Begleitfahrzeug auf Umwegen außen rumfahren um uns am nächsten Lagerplatz wieder mit Gepäck, Ausrüstung, Wasser usw. zu versorgen. Eine Tassili-Landschaft ist immer geprägt von einem Wechsel aus schroff erodierten Felsenschluchten oder frei stehenden Felsskulpturen aus Sandstein und sandigen Gebieten und kleinen Dünen. Genau dieser Wechsel macht die Region sehr vielfältig und äußerst fotogen. Zwischen Wüstentälern und mächtigen Inselbergen wandern wir zu einem ganz besonderen pre-islamischen Grab, einem so genannten Schlüsselloch-Grab. Es liegt an einem Felshang und ist schon von weitem zu erkennen, somit muss es einer bedeutenden Person gewidmet sein, vielleicht einem Amenokal, einem Touareg-Fürsten. Auch ein Abri (Felsüberhang / offene Höhle) mit Felsmalereien zeugt von der prähistorischen Besiedlung der Gegend. Wir erreichen nach einem Aufstieg unseren Lagerplatz. Gehzeit: 3-4h; Zelt [FMA]
6. Tag Schluchten und Berge des Tassili nAjjer
Steile Felswände begleiten uns heute auf der Durchquerung des Tassili Massives. Der Tag der Täler führt uns hinein bis zu einer versteckten Guelta. Von vorne ist nur ein Talabschluss zu sehen, aber über einen unauffälligen Durchgang erreichen wir das innere des Plateaus. Selbst in trockenen Jahren findet man hier ein tiefes Wasserbecken, weil es fast immer im Schatten geschützt liegt. Wie viel Wasser hier seine Kräfte walten lässt, können wir heute nur erahnen, denn die obere Stufe der Guelta erleben wir wahrscheinlich nur als trockenes Felsbecken. Nachmittags wandern wir durch offene Wüstenebenen und zu einem großen offenen Abri mit Felsmalereien, die teils mehrfarbig abgebildet sind. Zwischen wuchtigen Bergen werden wir die Nacht verbringen. Gehzeit: 5-5,5h; Zelt [FMA]
7. Tag Bergpässe und Dünen
Morgens, wenn wir unseren geschützten Lagerplatz verlassen, gelangen wir in eine Arena aus hintereinander liegenden Bergen. Im Morgendunst scheinen Sie wie von Malerhand in feinen Schattierungen der gleichen Farben gezeichnet. Zwischen den scheinbar undurchdringlichen Bergen gibt es wenige Übergänge, deren Pässe aber nur die ehemaligen Nomaden wie unser Führer kennen. Mit Kamelen sind sie unpassierbar, lohnen aber den Auf- und Abstieg sowie die Aussicht. (Hinweis: Bei Terminen mit Kameltrekking ist dieser Pass-Übergang nicht machbar, aber auf Wunsch der Gruppe kann der Führer mit Ihnen über den Pass gehen, die Kamele werden von den Nomaden-Begleitern außen herum geführt und später treffen sich alle wieder.) Während der wohl verdienten Mittagspause genießen wir wie jeden Tag die liebevoll zubereitete Salat-Vielfalt. Unser Koch versorgt uns selbst in der Wüste täglich mit Vitaminen und frischer Kost. Nachmittags zieren Dünen unseren Weg und wir haben einen weiten Blick in das Tassili nAjjer mit seinen Bergketten. Felsberge, Kuppen und großartige Landschaft umgeben uns auch am Platz, wo wir heute zelten. Manche werden sich vielleicht schon damit angefreundet haben, unter dem freien Sternenhimmel zu übernachten, die Gegend ist ideal dafür. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA]
8. Tag Von mächtigen Felsskulpturen zur Höhle der Legenden
Weit ist die Wüstenlandschaft heute und von wunderlichen Felsskulpturen durchzogen. Manche sagen, sie gleichen Urnen, manche sagen, einem Teekännchen. Aus der Wüste ragen Felsnadeln auf und mehrmals finden wir Höhlen mit Felsmalereien. Schöne Dünen liegen unterwegs und schließlich gelangen wir zur von einem Felsbogen geflankten Höhle Immourouden. Der Legende der Touareg nach soll hier ein Baby immer wieder in die Tiefen der Höhle zum Grab seiner Mutter hin und zurück gekrochen sein. Nomaden wollen immer mal wieder Spuren gesehen haben, die das bestätigt haben. Immourouden heißt in etwa krabbeln in der Sprache der Touareg, dem Tamasheq. Sie haben eine eigene Schrift, die schwer lesbar ist, da sie in verschiedene Richtungen geschrieben werden kann, das Tifinagh. Unterwegs werden wir heute einen Fels mit Tifinagh-Zeichen erkunden. Gehzeit: 5,5-6h; Zelt [FMA]
9. Tag Durch Wüstenebenen hinauf nach Timghas - Rundumblick!
Wir wachen an einem wunderbaren Lagerplatz auf. In der Trekking-Küche dampft der Kaffee, wir treffen uns zum Frühstück. Noch im sanften Morgenlicht beginnen wir unsere Wanderung bzw. steigen auf unsere lieb gewonnenen Kamele. Es bieten sich heute mehrmals sehenswerte Felsmalereien, die teils Szenen aus dem realen Leben zeigen. Was haben die Menschen vor Tausenden von Jahren getragen? Sind es nicht sehr kurze Röcke, die die Frauen tragen? Der Mann, der gebückt an einem Stock geht, ist er schwach oder krank? Wie wer in der Jungsteinzeit gelebt hat, können selbst Wissenschaftler anhand der Felsmalereien nur erahnen. Die Sahara ist wie ein Bilderbuch, das vor allem Wanderern offen steht. Ein letzter Anstieg führt uns zu einer Anhöhe, wo wir uns für die Nacht einrichten. Rundum liegt uns die Wüste zu Füßen. Zeit für einen Tee, Zeit zum Schauen. Es sind diese besonderen Abendstimmungen, die den Tag intensiv beschließen. Gehzeit: 5-6h; Zelt [FMA]
10. Tag Letzte Trekkingetappe - berühmte Gravuren (UNESCO Welterbe)
Unsere letzte Trekkingetappe führt durch den Westrand des Tassili nAjjer Plateaus. Die Landschaft wird offener, Sand überwiegt. Die einzelnen Felstürme setzen sich sparsam, aber sehr wirksam in Szene. Wir kommen eventuell an einem Kilometerstein vorbei mit der Aufschrift 2091. Wie weit wir von der Hauptstadt Algier weg sind, wird uns hier in der abgeschiedenen Sahara erst bewusst...2091 km! Die Entfernung zwischen Algier und unserem Wandergebiet ist weiter als von Algier nach Deutschland. Dimensionen der Wüste... Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von unserem Nomaden-Führer, einem echten Kenner seiner Heimat. Und wenn wir einen Termin mit Kameltrekking gewählt hatten, dann müssen wir uns hier auch von den Kamelen und ihren Begleitern verabschieden. Sie werden alle nach Hause kehren. Wir stehen vor einem kleinen Bergmassiv, das aus der Wüste ragt, er muss für die Bewohner ein besonderer Platz gewesen sein. Weint die Kuh weil die Sahara unfruchtbar wurde? Irgendwas hat sich der prähstorische Bildhauer gedacht. "La Vache qui pleure", die so genannte "Weinende Kuh" ist mit Sicherheit eine der am meisten bewunderten Felsgravuren. Zeugt sie doch so ausdrucksstark von der außerordentlichen Begabung eines steinzeitlichen Künstlers. Unweit davon errichten wir unser Camp in einer anders artigen Landschaft. Silber und bläulich glänzende Granitkugeln scheinen von Riesenhand in die Wüste geworfen zu sein. Zelt [FMA]
11. Tag Im Tadrart
Ortswechsel! Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden in das Tadrart. Unser Ziel im Tadrart ist ein labyrinthartiges, in sich abgeschlossenes Gebiet, das zu den schönsten Regionen der Zentralsahara gehört. In verwinkelten Tälern und Sandebenen ragen außergewöhnliche Felsformationen und Felsenschlösser aus dem Wüstenboden heraus. Wind und Wetter haben über Jahrmillionen die Landschaft bearbeitet und daraus Felsnadeln und Felsbögen ziseliert. In Felsnischen verbirgt sich ein unendlich groß scheinendes Freilichtmuseum voller Felsmalereien und Gravuren die bis zu 10.000 Jahre alt sind. Wände mit großen fensterartigen Löchern erheben sich monumental. Wir stehen vor Timzguida, oder auch Kathedrale genannt. Wie ein großes Monument mit gigantischen Fenstern scheint der Doppel-Felsbogen. Wir können ein Stück aufsteigen und dann das Ganze von der Rückseite bestaunen. Den Atem stocken lässt das große und farbintensive Dünenmassiv, wo wir übernachten werden. Moul nAga besteht aus sehr hohen Dünen, aus deren tiefem Sand zuckerhutartige Felsnadeln sprießen. Zum Sonnenuntergang steigen wir auf die bis zu 200 m hohen Sandgiganten - welch großartiger Ausblick in die Wüste! Am Lager brutzelt das kleine Feuer für die Teezeremonie. Sie ist fester Bestandteil der Touareg-Kultur. Ein Ritual für den, der ihn zubereitet und die Gäste. Alleine der Anblick und die Achtsamkeit, mit der der Tee zubereitet wird, strahlt große Ruhe aus. Inmitten eines Ozean aus Dünen beginnt der Wüstenhimmel zu leuchten, ein Spektakel aus unzähligen Sternen. Gehzeit: 1,5-2h; Zelt mitten in den Dünen [FMA]
12. Tag Dünenwanderung und ein riesiges Freilichtmuseum - Schätze der Wüste!
Morgens nehmen wir uns Zeit für eine ausgiebige Wanderung entlang dem Dünenmassiv. Seine Ausmaße werden uns noch einmal bewusst. Wir erreichen eine sehr schlichte, in weißer Farbe eher unübliche Felsmalerei: eine sitzende Frau und ein Rind. Rinder sind sehr häufig in der Felskunst. Das folgende Rind ist als Gravur sehr außergewöhnlich. Denn es ist mit einem Halsband abgebildet, ein Hinweis auf die beginnende Domestizierung der Rinder vor Tausenden von Jahren. Zeugen der einst sehr fruchtbaren Sahara sind die vielen Elefanten, die riesig auf einer stehenden Felspyramide graviert sind. Meist sind die Felsbilder zwischen 5.000 und 10.000 Jahre alt und teils von großer Kunstfertigkeit geprägt. Der größte Künstler ist aber die Natur selbst. Denn sie hat im Tadrart eine einzigartige Welt geschaffen. Selbst unsere Fahrer entdecken immer wieder neue Flecken im Tadrart, der folgende fasziniert uns besonders. Einer Fata Morgana gleich scheint eine salzige Tonebene, die topfeben ist und uns beim Durchfahren wie ein riesiger See mit Inseln vorkommt. Umgeben von mehreren Dünen-Massiven ist dies einer der schönsten Plätze zum Übernachten. Wüste von seiner faszinierendsten Seite! Gehzeit: 2-2,5h; Zelt mitten in den Dünen [FMA]
13. Tag Wüste von oben, freistehender Felsbogen und ein Canyon wie ein Nadelöhr
Das Morgenlicht lässt die Kanten und Rillen im Sand sehr plastisch erscheinen. Wir wandern entlang dem Dünenrücken des Egedi und sehen in die tiefsten Winkel des Tadrart hinein. Dünenmassiv reiht sich an Dünenmassiv und gleicht sich dennoch gar nicht! Pyramidenförmig, wellenförmig, sichelförmig, jedes Massiv hat seinen eigenen Charakter. Nach der Wanderung besichtigen wir eine gravierte Bodenplatte mit Abdrücken von verschiedenen Tierspuren. Vielleicht einmal eine Art Schulbuch für Steinzeitkinder, die das Wissen des Jägers vermittelt bekamen? Auch ein Löwe ist dargestellt. Freistehend ist einer der größten Felsbögen, In Tehak. Ein Wunder der über viele Jahrtausende dauernden Erosion. Bei Tiseteka, einem Seitental des Wadi in Djeran, gehen wir durch einen sehr schmalen Durchgang in den Slot Canyon, der einem Nadelöhr gleicht und aus teilweise rosa-farbenen Felswänden besteht. Unweit davon werden unsere Begleiter uns eine Gravur zeigen mit mehreren sehr großen Giraffen, gegen die wir als Betrachter direkt klein aussehen. Wir verlassen das Tadrart am Nachmittag und suchen uns bei den "Dunes Noires" einen schönen Übernachtungsplatz. Diese Dünen haben eine Besonderheit, da sie an einzelnen Stellen von schwarzem Graphit-Sand überzogen sind, was dem Ganzen eine besondere Struktur verleiht. Ein Aufstieg vom Lagerplatz auf das oben gelegene Plateau lohnt, da es interessante Ausblicke bietet, vor allem zum Sonnenuntergang. Zelt [FMA]
14. Tag Rückreise und Ankunft in Deutschland
Nach einem letzten kleinen Morgenspaziergang kehren wir auf direktem Weg zurück nach Djanet. Hier haben wir Gelegenheit zu duschen und etwas durch den Bazar der Oasenstadt zu bummeln. Es gibt ein paar nette kleine Handwerksbetriebe, wo Touareg-Schmuck aus Silber und anderes Kunsthandwerk zu finden sind. An einem Platz in der Wüste werden unsere Begleiter unser Abschiedsessen vorbereiten und wir verbringen die letzten Stunden bis zum Abflug unter dem Sternenhimmel der Sahara. Nachts Flug von Djanet nach Algier. Morgens Ankunft und Weiterflug Algier - Frankfurt. Zelt [FMA]
15. Tag Ankunft in Deutschland
Gegen Mittag landen wir in Frankfurt.
Charakter der Tour und Anforderungen:
Für das Trekking entlang dem Tassili nAjjer werden gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit vorausgesetzt. Wir wandern oft auf felsigen, teils auf sandigen Routen durch Täler und im Auf und Ab durch Schluchten und über Plateaus. Einige Passagen können auch weglos über Fels und Geröll verlaufen. Ein gesunder, stabiler Kreislauf ist wichtig für die Wanderungen im Wüstenklima (s. u.). Die reinen Gehzeiten betragen während der fünf Trekkingtage im Schnitt täglich zwischen 5 und 6 Stunden oder auch einmal etwas mehr, je nach Tempo der Gruppe.
Wenn ein Teilnehmer einmal eine Passage auslassen möchte, kann er jederzeit mit der Mannschaft zum nächsten Camp fahren.
Sie durchwandern unterschiedliche Tassili-Landschaften der Wüste, vor allem das Tassili nAjjer Massiv mit seinem durchfurchten Plateau, Canyons und weiten Talkesseln mit Dünen. Außerdem erleben Sie im Tadrart viel Dünen-Schönheit und Felsskulpturen aus Sandstein. Zusammen mit der Oase Iherir sind im Grunde drei unterschiedliche Landschaftstypen der Wüste in der Reise vereint.
In der Mittagszeit wird, v.a. beim Trekking, eine ausgedehnte Pause im Schatten von Felsen oder Akazien eingelegt. In der Regel bereitet der Koch mittags leichte, schmackhafte Salate (mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Oliven, Thunfisch u.ä.). Nur in Ausnahmen wird vielleicht einmal Lunchpaket für tagsüber vorbereitet, dies hängt von den Etappen ab und wird vor Ort entschieden. Abends gibt es ein warmes Essen mit Suppe und als Hauptspeise Couscous, ein Nudelgericht oder Reis. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist in den Saucen oder Gerichten fast immer enthalten. Unsere Trekkingköche geben sich im Rahmen des Möglichen große Mühe und zaubern unter einfachsten Umständen vielfältige, schmackhafte Gerichte für uns.
Das Gepäck wird während des Trekkings von Begleitfahrzeugen transportiert. Tagsüber tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit viel Wasser (ca. 2 Liter), Kamera, Sonnenschutz und dem Allernötigsten. Mittags können Sie in der Regel Wasser aus den Kanistern auffüllen. Abends am Lager finden Sie Ihr Gepäck wieder vor.
Übernachtet wird in Zwei-Mann-Zelten, die immer zur Verfügung stehen oder falls gewünscht unter freiem Sternenhimmel. Schaumstoffmatten werden gestellt. Von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen wird aktive Mitarbeit, v. a. beim Auf- und Abbau der Zelte, erwartet.
Wichtige Hinweise:
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen, behördlichen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Algerien gehört dem muslimischen Kulturkreis an, gleichwohl leben die Tuareg eine sehr offene Form des Islam. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern) und ärmellose Kleidung sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei Nomaden unterwegs, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.
Im Reisepreis enthalten
- Hauser - Inklusivleistungen Hauser - Reiseleiter ab/bis Frankfurt Flug mit Air Algérie ab/bis Frankfurt nach Djanet derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren professionelle Betreuung in Algier am Flughafen bei Umsteigeverbindung Rail&Fly - Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze Übernachtung in Zelten Vollpension Wüstenfahrten mit Geländefahrzeugen Tuareg - Begleitmannschaft mit Koch Camping - und Kochausrüstung incl. Zelt und Schaumstoffmatten Satellitentelefon Hauser - Top - Schutz: Stornokosten - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - Service Reitkamele bei ausgewiesenen Terminen* mit Kamel - TrekkingWunschleistungen Hauser ZUSATZ - Reiseschutz - Paket 44, - : Reisegepäck - , Reiseunfall - und Reiseabbruch - Versicherung
Im Reisepreis nicht enthalten
- Visumgebühr für Algerien ( 60,-) sowie Besorgungsgebühr durch den Visa Dienst ( 20,-), Trinkgelder (ca. 80,- - 90,-), Ausgaben persönlicher Art, evtl. neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften.
Wunschleistungen
- Einzelzeltzuschlag:
100,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 9
- Maximale Teilnehmerzahl: 15

+49 (0)9408 - 86 98 404



Frankfurt