Begegnung und Wandern in Marokkos Süden
Reise Nr. 5744
5-tägiges Trekking durch das Wüstengebirge des Antiatlas
Marokko auf Augenhöhe - Wandern, Besichtigen, Begegnen!
Tal der Ammeln: Palmen, rosa Granitfelsen und tiefrote Dörfer
Djebel Aklim (2.531 m) Panoramasicht ins Land des Lichts
Tafraoute und Taroudannt - stimmungsvolle Städte
Berber-Dörfer, fruchtbare Oasen und traditionelle Speicherburgen
Der Antiatlas unterscheidet sich landschaftlich und kulturell von anderen Regionen Marokkos. Afrikanisch anmutende Wüstenberge und formschöne Granitfelsen prägen die Region. Warme Erdfarben von Rosa bis Braun und Ocker strahlen im Licht des Südens. In den Oasen rauschen grüne Palmen, fruchtbare Terrassengärten werden sorgfältig gepflegt. Mandelbäume, die berühmten Arganbäume und Safranfelder durchziehen das Land. Die traditionellen Dörfer des Antiatlas liegen harmonisch eingebettet in ihrer natürlichen Umgebung. Marokkos Süden hat einen ganz besonderen Charme. Ein Sahnehäubchen für Fotografen und Liebhaber ausgefallener Landschaften.
Durch sanft geschwungene Bergtäler erreichen Sie Tafraoute und das Tal der Ammeln. Einst arm, hat es das stolze Berbervolk der Ammeln durch Gewürzhandel zu Wohlstand gebracht. Sie besuchen eine Familie und genießen auf der Terrasse landestypisches Essen. Bei einer Privatführung in ihrem traditionell bewahrten Haus erfahren Sie viel über die Lebensweise und Geschichte.
Fünf Tage wandern Sie durch kleine Weiler und Oasen, über leichte Bergpässe und zum Gipfel des Djebel Aklim (2.531 m). Bis zum Hohen Atlas und der Sahara reicht der Blick! Zum Abschluss besuchen Sie das von einer wuchtigen Altstadtmauer umgebene Taroudannt. Aufgrund seiner Medina und dem orientalischen Flair trägt es den Beinamen Marrakech en miniature".
Reiseverlauf:
1. Tag Flug nach Agadir, Fahrt ins Ait Baha Tal
Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca und weiter nach Agadir. Ankunft in Agadir und Transfer zu einem einfachen Hotel im Tal von Ait Baha. Hotel
2. Tag Fahrt in den Antiatlas und das Tal der Ammeln
Morgens fahren wir durch das Tal von Ait Baha, eine wildromantische Fels- und Hügellandschaft im Südlichen Atlas. Das auch Antiatlas genannte Gebirge ist eines der ältesten der Welt. Hier leben die Chleuh-Berber, die seit jeher für den Handel mit edlen Gewürzen bekannt sind. Ihre Speicherburgen (Agadire) auf den Bergen werden wir unterwegs immer wieder sehen. Wir wandern vorbei an traditionellen Dörfern, die am Hang zu kleben scheinen, und erreichen die Kasbah Oumesnat. In einem traditionellen Lehmhaus erfahren wir Näheres über das Leben der Ammeln, die zum Volksstamm der Chleuh-Berber gehören. Nach marokkanischer Tradition wird uns ein duftender thé à la menthe, der süße Minzetee, angeboten. Auf der aussichtsreichen Dachterrasse unserer Gastgeber genießen wir ein von den Frauen des Hauses gekochtes Mittagessen und gleichzeitig einen wunderbaren Blick auf eines der schönsten und autenthischsten Dörfer des Antiatlas. Wir befinden uns im Tal der Ammeln und besuchen das traditionelle Dorf Adai, das unterhalb tiefroter Granitfelsen am Hang gebaut ist. Typisch ist hier die teils spärliche Gebirgsvegetation - Farbe und Form bieten die abwechslungsreiche Granitlandschaft und die grünen Oasen mit Palmen und Mandelbäumen, die im Frühjahr in voller Blüte stehen. Eine Besonderheit ist das charakteristische Licht des Südens, das der Landschaft, vor allem gegen Abend, eine intensive Färbung gibt. Wir erreichen Tafraoute, dessen Häuser in den Farben Rosa, Ocker, Rot und Orange getüncht sind. Auffällig ist hier die Tracht der Frauen. Im Vergleich zum restlichen Marokko sind die Gewänder eher schlicht und wirken dennoch sehr elegant. Jung und alt trägt die Tracht mit großem Stolz. Gehzeit: 1h; Hotel [FMA]
3. Tag Bergsicht, Berber-Dörfer und Speicherburgen
Wir überqueren im Bus den 1.500 m hohen Pass Tizi n 'Tarakitine und genießen die schöne Aussicht über die Vorwüstenlandschaft und die Südhänge des Antiatlas. Die Hauptstraße verlassen wir bald, passieren eine holprige Strecke und erreichen zu Fuß das malerische Agadir Tasguent. Die gut erhaltene Speicherburg birgt über 200 Speicherräume, die bienenwabenartig übereinander gebaut sind und noch immer genutzt werden. Bei einer Berber-Familie im Dorf sind wir zu Gast zum Mittagessen. Irgherm (1.723 m), der Startpunkt unseres Trekkings, war einst Umschlagplatz für die Sahara-Karawanen. Hier blühte jahrhundertelang der Handel mit Töpferwaren und Wassergefäßen. Wir laden unser Gepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung auf das Begleitfahrzeug, wandern eine gute Stunde und errichten bald unser erstes Zeltlager. Gehzeit: 2h; Aufstieg: 150m; Abstieg: 150m; Zelt [FMA]
4. Tag Trekking durch Oasen und Dörfer
Ein intensiver Wandertag liegt vor uns. Über einen kleinen Pass gelangen wir in ein weites Tal. Die Landschaft ist wüstenhaft, in Sand- und Ockerfarben getaucht. Eine Oase - ein grüner Farbtupfer - kündigt das aus wenigen, würfelförmigen Häusern bestehende Dorf Amal an. Obstbäume gedeihen hier, auf kleinen Feldern reift Getreide. Die Bewohner nutzen das wenige vorhandene Wasser mit viel Geschick. Im bereits intensiver werdenden Nachmittagslicht nähern wir uns dem Dorf Tagdicht (1.680m) und bauen unsere Zelte auf. Gehzeit: 6-6,5h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 450m; Zelt [FMA]
5. Tag Jebel Aklim - aussichtsreicher Gipfel im Wüstengebirge
Wir wandern mit Blick auf die Bergketten des Antiatlas Richtung Jebel Aklim. Der 2.531 m hohe Gipfel zählt zu den höchsten Bergen des Antiatlas. Dank seiner idealen Lage lässt sich von diesem Berg aus eine tolle Fernsicht genießen, der Blick reicht bis zur Sahara und zu den Bergspitzen des Hohen Atlas. Kurz vor dem Gipfel erreichen wir ein Hochplateau und wandern weiterhin über Geröllwege hinauf, bis sich uns schließlich eine herrliche Rundsicht bietet. Wir steigen ab zu unserem Camp bei Tagragra (1.850 m). Gehzeit: 6h; Aufstieg: 850m; Abstieg: 700m; Zelt [FMA]
6. Tag Abgelegene Dörfer - Trekkers Glück
Wir verlassen Tagragra und setzen unser Trekking durch abgelegene Dörfer, durch Olivenhaine und Getreidefelder fort. Unser Camp erreichen wir heute nach längeren Abstiegen beim Dorf Irtem, das sich wie ein belebter grüner Fleck von der bizarren, rötlichen Berglandschaft abhebt. Getreidefelder - im Frühling üppig grün, im Spätsommer goldgelb leuchtend - wechseln sich ab mit Olivenbäumen. Im Ort gibt es heute noch eine traditionelle Olivenmühle. Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 900m; Zelt [FMA]
7. Tag Oasen und ein überdimensionaler Tajine-Topf"
Die nächste, sehr fruchtbare Oase ist M 'dint Oummouch. Sie gleicht einer typisch orientalischen Wüstenoase: Vor einer ockerfarbenen Felswand stehen schlanke, hohe Palmen und die würfelförmigen Lehm- und Steinbauten fügen sich harmonisch in die Landschaft. Hier wachsen auch Argan-Bäume, die nur in Marokko vorkommen. Aus ihren Früchten wird in mühsamer Kleinarbeit ein sehr wertvolles Öl gewonnen, das für die Zubereitung von Speisen und für Kosmetik verwendet wird. An ein typisch marokkanisches Kochgefäß aus Lehm, den Tajine-Topf, erinnert die Form des Adrar Kims, eines Berges, der sich in der Nähe erhebt. Nachdem wir heute drei kleinere Pässe überquert haben, errichten wir nachmittags unser Camp unweit eines Bergdorfes. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 650m; Zelt [FMA]
8. Tag Antiatlas intensiv und Fahrt nach Taroudannt
Über Pässe und Täler wandern wir durch die für den Antiatlas charakteristische Landschaft mit felsigen Wüstengebieten, Dattelpalmen, Plateaubergen und weiten Tälern. Noch einmal bieten sich uns großartige Aussichten auf die Jebel-Aklim-Kette. Wir erreichen das Dorf Anammer, eine Ansammlung rosa bemalter Häuser; selbst das viereckige Minarett der Moschee ist rosafarben, die Ränder sind weiß. Im Gegensatz zu Nordmarokko, wo die Dörfer in kühlem Blau oder Weiß gehalten sind, charakterisieren warme Erdfarben die Dörfer im Süden Marokkos. Anschließend fahren wir nach Taroudannt, wo wir ein gutes Hotel in einem ehemaligen Pascha-Palast beziehen. Er ist von einem üppigen Garten umgeben und in die mächtige Stadtmauer integriert. Rest des Tages zur freien Verfügung und Erholung. Durch die ideale Lage des Hotels haben wir die Möglichkeit, bereits heute auf eigene Faust durch die Altstadt zu spazieren. Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 200m; Hotel [FMA]
9. Tag Besichtigung der Medina von Taroudannt
Wir besichtigen mit einem Stadtführer die verwinkelte Altstadt, ein ehemaliges Handelszentrums für Karawanen. Imposant ist die noch vollständig von einer zinnengekrönten, bis zu acht Meter hohen Stadtmauer umgebene mittelalterliche Stadt. Sie wird gerne als "Marrakech en miniature" bezeichnet. Die verwinkelten Gassen und der Basar mit seinem orientalischen Flair ist in der Tat sehr sehenswert, wird aber wesentlich seltener besucht als Marrakech. Zum Ausklang bietet es sich an, in einem Straßencafé auf dem belebten Place el Alouine bei einem Thé à la Menthe das bunte Treiben zu verfolgen. Auch hier ist es noch Tradition, dass Geschichten-Erzähler die Zuschauer mit Märchen aus 1001 Nacht bannen oder kundige Kräuter-Heiler ihre Waren anbieten. Heute wohnen wir in einem stilvollen Hotel, einem ehemaligen Palast. Sein Eingang liegt integriert in der alten Stadtmauer und eröffnet uns einen wunderschönen Innenhof mit Swimming Pool und tropischem Garten, in dem die Vögel zwitschern. Die Mosaik-Kacheln und das maurisch-arabische Dekor vermitteln hier ein Stück marokkanische Lebensart. Nach dem Mittagessen bleibt uns Zeit, noch ein wenig durch die Medina zu gehen. Am späten Nachmittag Fahrt nach Agadir und Übernachtung im Hotel. Hotel [FMA]
10. Tag Heimreise
Unser Bus bringt uns frühmorgens zum Flughafen für den Heimflug über Casablanca nach Frankfurt. Ankunft nachmittags.
Charakter der Tour und Anforderungen:
Für die durchschnittlich 5- bis 6-stündigen Wanderetappen müssen Sie über gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint ist sicheres Gehen in unterschiedlich beschaffenem Gelände). Die Wege führen oft über Geröll oder Fels, manchmal handelt es sich um Verbindungspfade der Dorfbevölkerung. Ab und zu geht es über weglose Passagen in offenem Berggelände. Während des Trekkings tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten für unterwegs (Pullover/Fleece, Windschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.). Den Transport des Hauptgepäcks sowie der gesamten Küchen- und Zeltausrüstung übernimmt ein Begleitfahrzeug. Ein Koch sorgt während des Trekkings für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Trotzdem bitten wir Sie, während des Zeltens aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Zelte). Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei.
Beim Trekking bereitet Ihr Koch die Mahlzeiten zu: Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse oder Fisch aus der Dose gereicht. Morgens steht Brot, Käse, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Abends gibt es eine warme Mahlzeit mit Suppe und einem Hauptgericht, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln mit Beilagen besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und Pfefferminztee. Vor Beginn des Trekkings können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser einkaufen.
Während des Trekkings schlafen Sie in Zwei-Personen-Zelten mit Schaumstoffmatten. Ein Toilettenzelt wird aufgebaut und steht bis morgens zur Verfügung. Für die Mahlzeiten wird ein Messezelt, ähnlich einem Nomadenzelt, aufgebaut. Die Speisen werden wie im Orient üblich am Boden auf Schaumstoffmatten (= Schlafmatten) sitzend eingenommen. Hocker oder Klapptische, wie sie z. B. in Nepal üblich sind, werden nicht mitgeführt.
Profil:
Wandern auf Pfaden durch Dörfer und auf Geröllwegen. Gute Kondition erforderlich. Marokko auf Augenhöhe wandern, besichtigen, begegnen!
Wichtige Hinweise:
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Marokko gehört dem muslimischen Kulturkreis an. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männern), kurze Röcke und ärmellose Kleidung sind ebensowenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei den Berbern im Gebirge, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung.
Im Reisepreis enthalten
- Hauser - Inklusivleistungen Deutsch sprechende Reiseleitung ab/bis Agadir Flug mit Royal Air Maroc ab/bis Frankfurt nach Agadir derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren Rail&Fly - Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze Übernachtung in Hotels, Gasthäusern und Zelten Vollpension Transfers Eintrittsgebühren lt. Programm Koch - und Begleitmannschaft Camping - und Kochausrüstung inkl. Zelt und Schaumstoffmatten, Toiletten - und Waschzelt Gepäcktransport durch Begleitfahrzeug Hauser - Top - Schutz: Stornokosten - Versicherung, Reisehaftpflicht - Versicherung, Reisekranken - Versicherung mit medizinischer Notfall - Hilfe, Rundum - Sorglos - ServiceWunschleistungen Hauser ZUSATZ - Reiseschutz - Paket 26, - : Reisegepäck - , Reiseunfall - und Reiseabbruch - Versicherung Flug ab/bis Berlin auf Anfrage möglich und abhängig von Verfügbarkeit
Im Reisepreis nicht enthalten
- Getränke (auch Mineralwasser); Trinkgelder (ca. 60,- bis 70,-); persönliche Ausgaben; neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften.
- Mindestteilnehmerzahl: 8
- Maximale Teilnehmerzahl: 14
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